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Zehnter Band. Dritte Abtheilung. Wio - Zz.
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Wolke.

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sehr häufig wahrzunehmen Gelegenheit hat. Interessanter da-gegen sind die Bemerkungen, welche Fourjtet 1 über die denGipfel des Pilatus ganz oder theilweise einschliefsenden Wolkengemacht hat. Die Spitze dieses Berges, welche 1450 Meterüber die Meeresfläche und 500 Meter über die der umgebendenhervorragt und wegen der ihn oft einhüllenden Wolken monspilealus genannt zu seyn scheint, wirkt ohne Zweifel abküh—lend auf die umgebenden Luftmassen und bewirkt die Ver-wandelung des durchsichtigen Wasserdampfes in Wolken. Wieheiter auch die Atmosphäre seyn mag, so bemerkt man stets,dafs bei südlichen oder südwestlichen Luftströmungen dort diefeinen Niederschläge gebildet werden, die theils an einer Seitedess eiben sieb zeigen, theils ihn so umgeben, dafs blofs dieobere Spitze’.ierüberragt, theils die letztere ganz bedecken. Jenaeth dm Verhalten dieser Wolken, ob sie wieder verschwin-den, vom Wind fortgefiihrt werden oder an Dichtigkeit zu-nehmen, wissen die Anwohner vorauszubestimmen, ob Regenbevorsteht.

27) Alle bis hierher mitgetheilte Betrachtungen waren den-jenigen Wolken gewidmet, welche aus Wasserdunst bestehn,indem man auch nur diese voraussetzt, wenn überhaupt vonWolken die Rede ist, und es wurde blofs anfänglich bemerkt,dafs es allerdings auch Rauchwolken, Staubwolken und der-gleichen gebe, die indefs zu bekannt sind und deren Ent-stehn, Vergehn und gesammtes Verhalten so einfach und soleicht auf anerkannte Naturgesetze zurückzuführen ist, dafs essich nicht der Mühe lohnt, sie einer speciellen Untersuchungzu unterwerfen. Es scheint mir indefs der Sache angemessen,hier zum ßeschlufs noch ein Phänomen mitzutheilen, welchesich in keiner meteorologischen Schrift erwähnt finde, obgleichwahrscheinlich dergleichen schon früher vorgekommen sind,die jedoch unbeachtet blieben, entweder weil sie die dieses Malstatt findende Ausdehnung nicht erhielten, oder weil sie nicht fürso ausgedehnt gehalten wurden. Sehr häufig gewahrt man, dafsder Wind nicht unbeträchtliche Massen Staub, namentlich nachanhaltender Dürre, von den Chausseen aufhebt und als kleinereoder gröfsere Wolken vor sich her treibt; die Sandwirbel in den

1 Ann. des Sciences phys, et natur. cet. publ. par la Soc. de Lyon .T. II. p. 111.