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Zehnter Band. Dritte Abtheilung. Wio - Zz.
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Zeitbestimmung.

Invariabilität der Erdaxe (oder der geographischen Breite) unddes Sterntages *, sind die zwei Grundpfeiler aller prakti-schen und selbst der theoretischen Astronomie. Um aber diesehöchst regelmäfsige Bewegung des Himmels zu unserm Zeit-mafse mit Sicherheit und Bequemlichkeit zu benutzen, habenwir uns durch Hülfe der Mechanik künstliche Werkzeuge oderUhren verschafft, die ebenfalls eine solche gleichförmige Be-wegung unterhalten und uns zugleich die durch diese Bewegungzurückgelegten Räume bis in ihre kleinsten Theile herab an-zeigen oder gleichsam vorzählen sollen.

A. Allgemeiner Gebrauch der Uhren zurZeitbestimmung.

Um zuerst den Gebrauch einer Uhr* zu zeigen, wol-len wir annehmen, dafs man an einem solchen Zeitmesser( Chronometer) durch einige auf einander folgende Tage den Au-genblick des Mittags (oder des Durchgangs des Mittelpuncts derSonne durch den Meridian) beobachtet habe. Gesetzt, man habeauf diese Weise gefunden

Uhrzeit des Mittags

Differenz

am 13. März

0 h 3' 14",8

— 14. —

0 3 27,0

12,2

— 15. —

0 3 39,1

12,1

— 16. —

0 3 50,8

11,7

Diese Uhr hat demnach, wie man sagen kann, zwei Fehler.Sie sollte nämlich erstens jeden Mittag angenau 0'" 0’ 0" geben,was sie nicht thut, indem sie z. B. am ersten jener Mittageum 3* 14",8 zu viel angegeben hat. Man nennt dieses den Standder Uhr für eine gegebene Zeit. So war also dieser erste Feh-ler oder der Stand der Uhr an dem ersten der Beobachtungs-mittage gleich — 3' 14",8, das negative Zeichen, weil mandiese 3> 14",8 von dem Stande der Uhr im Mittage subtrahi-ren mufs, um die wahre Zeit oder 0 h 0 < 0” zu erhalten.Wenn sie nun jeden andern Mittag wieder denselben Stand

1 S. Art. Slemzeit. Bd. VIU. S. 1030.

2 S. Art. Uhr. Bd. IX. S. 1105.