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Z u r ü c k*w e r f u n g.
diesem Falle nicht abzusehn, auf welche Weise das die Aufsen-fläche berührende Glas oder Wasser das Phänomen abändernsollte.
4) Aufser diesem gewichtigsten Argumente machte New—tos noch einige andere geltend, welche im Wesentlichen hier-mit zusammenfallen. Läfst man in einem verfinsterten Zimmerdie einzelnen, durch ein Prisma getrennten, farbigen Strahleneinen nach dem andern auf ein zweites, etwas entferntes Pris-ma unter demselben Neigungswinkel fällen, so kann der letz-tere so gewählt seyn, dafs die blauen alle zurückgeworfenwerden , di« rothen aber alle oder gröfstentheils durchgehn, undes ist dabei unbegreiflich, warum die ersteren alle auf harte elasti-sche Theile des Glases, die letzteren aber auf Zwischenräumetreffen sollten. Auf gleiche Weise könnten bei dünnen Blätt-chen oder Seifenblasen an gewissen Stellen unmöglich Strahlenvon einer gewissen Farbe zurückgestofsen werden, währendalle übrige hindurchdrjngen, wenn man voraussetzt, dafs dasweifse Licht aus sieben farbigen Strahlen besteht, die mit Aus-nahme der einzigen , welche die Färbung des Körpers bewirkt,sämmtlich hindurchfallen. Im Allgemeinen aber hält Newtonalle spiegelnde Flächen für viel zu uneben und rauh, als dafsdie unmefsbar feinen Lichttheilchen, seiner Emanationstheoriegemäfs, auf elastische Ebenen treffen und diesemnach zurück-sestofsen würden. Aus allen diesen Gründen, die durch die
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Undulationshypothese insgesammt beseitigt werden, folgerteNewton 1 , dafs man die Zurückwerfung der Lichtstrahlen nichtvon der Elasticität oder Härte der einzelnen von den Licht—kügelchen getroffenen Puncte der reflectirenden Flächen, son-dern von einer über die ganze Oberfläche verbreiteten Kraftableiten müsse, die schon aus einer gewissen, wenn gleichnicht wohl mefsbaren Entfernung auf den Körper wirke. DieseKraft sollte nach seiner Ansicht die nämliche seyn, welcheauch die Brechung des Lichts bewirkt und unter verschiedenenUmständen sich verschieden zu äufsern vermag. Wie diesesmöglich sein solle und aus den Gesetzen der Anziehung folge,ist bereits ausführlich erörtert worden 2 .
5) Die bis auf die neuesten Zeiten gangbare, allerdings
1 A. a. O. prop. 9. p. 229.
2 S. Art. Brechung. Bd. I. S. 1153.