Band 
Zehnter Band. Dritte Abtheilung. Wio - Zz.
Seite
2455
JPEG-Download
 

2455

Zurück wer fung.

für das letztere. Ein brauchbares Schleifmittel für Glas, Stahlund Spiegelmetall ist feiner geschlemmter Schmirgel mit Oel ,für weichere Metalle dient fein gepulverter und geschlemmterBimsstein gleichfalls mit Oel , oder mit Wasser, wenn er we-niger angreifen soll. Zum Poliren eignet sich am besten dasEisenoxyd oder das sogenannte englische Polirroth, welchesaber, wie es im Handel vorkommt, leicht einzelne zu halteTheilchen enthält, die schwer zu beseitigende Hisse oder Strei-fen erzeugen. Um dieses zu vermeiden, bereitet man es ambesten selbst. Dieses geschieht, indem man Eisenvitriol inWasser auflb'st, die Lösung einige Tage ruhig stehn läfst, bisetwaiger Schmutz sich gesetzt hat, und dann abgiefst. Die Lö-sung wird durch Ammoniaklösung niedergeschlagen, die manso lange zusetzt, bis ihr Ueberschufs sich durch den Geruchankündigt. Der Niederschlag wird filtrirt, gut ausgewaschen,in einen Tiegel gebracht, welcher gegen einfallenden Staubdurch einen Deckel geschützt ist, und dann etwa 10 Minutenlang in schwacher Ilothgliihhitze erhalten, worauf das Polir—pulver fertig- ist. Durch länger anhaltendes Glühen erhält eseine gröfsere Härte, die hiernach willkürlich gesteigert werdenkann. Durch die Präcipitirung mit Ammoniak vermeidet mandie Entstehung des kohlensauren Eisenoxyduls, welches leichtritzt, indefs giebt die Fällung durcli Perlasche gleichfalls eingutes Polirpulver, dessen Bereitung jedoch schwieriger ist.

Beim Poliren der Spiegel befolgt Potter ein Verfahren,welches er Doppelpoliren nennt. Hierzu bedient er sich zweierPolirer, aus einer Mischung von Pech und Harz bestehend. ZumPolirmittel dient zuerst Zinnasche, die er mit etwas Wasserzwischen zwei Kupferplatten fein reibt, dann auf den einenPolirer aufträgt, damit polirt, und dann mit einem zweiten, aufwelchen noch feineres Polirmittel aufgetragen worden ist, vollendet.Für Glas giebt 0,75 Pech mit 0,25 Harz einen brauchbarenPolirer, für Spiegelmetall 1,25 Pech mit 0,25 Harz. Weilbeide Substanzen leicht harte verunreinigende Körper enthalten,so iiberbindet man einen irdenen Topf mit Musselin, legt diebeiden Körper darauf, und setzt den Topf in einen Ofen,worauf die schmelzenden Substanzen durch den Musselin mitZurücklassung der harten Theile tröpfeln. Für Glas ist dieAnwendung der Seife überflüssig, für Spiegel aber unerläfslich.Potteh bemerkt nicht, was übrigens bekannt ist, dafs man jeX. Bd. Rrrrrrr