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Zehnter Band. Dritte Abtheilung. Wio - Zz.
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Z urück werfung.

19) Von noch weiterem Umfange und gröfserer Tiefe sinddie Untersuchungen, welche Lambeiit 1 der Aufhellung desvorliegenden Problems gewidmet hat. Im Allgemeinen ergabsich, dafs die Durchsichtigkeit fliissiger^Medien auf die Mengedes reflectirten Lichtes keinen Einflufs habe, denn völlig klaresWasser und ganz schwarze Tinte in irdenen, inwendig ge-schwärzten glasirten Gefäfsen stellten das Bild des Himmelsmit gleicher Helle dar. Dagegen üben diejenigen Körper, wel-che die spiegelnden Flächen durchsichtiger Medien berühren,auf die Reflexion der Strahlen einen bedeutenden Einflufs aus.Geht das Licht aus Wasser in Glas über, so wird es wenigerzurückgeworfen, als beim Uebergange aus Luft in Glas, undbeim Durchgänge aus dem dichteren Körper in den dünnerenwird mehr zurückgeworfen, als iin entgegengesetzten Falle.

20) Die ‘Vorrichtung, deren sich Lambert bediente, istschon oben 2 beschrieben und durch Figuren erläutert worden ;/eswird daher F'olgendes hier genügen. Würde von den zu seinenVersuchen gewählten , höchst durchsichtigen Glastafeln gar keinLicht verschluckt, und wäre das Verhältnifs der einfallendenzu den reflectirten Strahlen an der Vorderseite l:q, an derHinterfläche l:p, die Gesammtmenge des von beiden reflectir-ten Lichtes M, die Menge des durchgehenden N, so wäre '

M =

q + p

1 + P’

N =

l —qi+p’

M + N =

q + p + 1—q . _ 1

i+p

Hiernach berechnet er ferner die Menge des von mehreren hin-ter einander liegenden Glastafeln reflectirten Lichtes, wem derEinfallswinkel auf die erste unverändert bleibt, wie auch dieGrenzen, zwischen welche p und q fallen müssen , wobei dieso gefundenen Werthe sich nicht bedeutend von den wirkli-

O

chen entfernen können. Alsdann zeichnete er auf einer Tafeleinen schwarzen Strich von der Breite einer Linie, stellte eineklare Glasscheibe darüber und suchte den Ort des Auges, woihm das durch Reflexion gesehene Bild des einen Theils desschwarzen Striches gleich aschfarbig erschien, als das des an-dern, durch Brechung gesehenen Theils. Für diesen Ort fand

1 Photometria, sive de mensura et gradibus Iuminis, colorum etumbrae. Aug. Vindel. 1760. 8. T. II.

2 S. Art. Durchsichtigkeit. Bd. II. S. 703.