4
Sachregister.
cirten Anziehungen, als der Fliissigkeitstheilchen unter sich undgegen die schwimmenden Körperchen, so wie auch der sichüber einander hinziehenden und mit einander verbindenden Flüs-sigkeiten mit Rücksicht auf die Verdampfung, überhaupt ausden durch gegenseitige Einwirkung theils geschwächten theilsverstärkten Anziehungen aller dabei in Conflict kommenderKörper füglich erklären lassen.
Neuere beachtenswerte Versuche über die Adhäsion hatH. F. Link augestellt, die sich dadurch von den früheren un-terscheiden, dass er die Stärke der Adhäsion verschiedenerFlüssigkeiten an festen Körpern aus der Höhe ablcitete, biszu welcher die ersteren zwischen ebenen, gleich weit von ein-ander abstehenden, Platten aufstiegen, zu welchem Bchufe ersich eines eigenen zweckmässig eingerichteten Apparates be-diente. Die folgende Tabelle zeigt die gefundenen Grössen,die in der dritten Columnc Glasplatten, in der vierten Kupfer-scheiben, in der fünften Zinkscheibeu und in der sechsten Holz-platten, welche mehrmals in heisscs Unsclditt getaucht, damitgetränkt, dann aber rein abgerieben waren, zugehören.
Flüssigkeiten.
Spcc. Gew.
Lin.
Höhe.
Lin. J Lin.
Lin.
Destill. Wasser
1
12,5
13,0
13,0
8,5
Destill. Weingeist
0,835
8,0
10,0
9,5
8,5
Schwef. Aetlier
0,755
7,0
10,0
8,5
7,0
Schwefels, rect.
1,845
11,0
11,0
15,5
—
Salpetersäure
1,200
14,0
—
—
—
Salzsäure
1,115
i4,0
14,
--
■—
Kaust. Kali Lös.
1,335
8,0
10,5
8,0
—
Essigs. Kali Lös.
1,145
9,5
11,5
10,0
—
Link nimmt an, dass die Höhen sich gerade wie die An-ziehungen und umgekehrt wie die specitischen Gewichte, mithindie Anziehungen wie die Höhen multiplicirt in die specitischenGewichte verhalten ; allein die hiernach berechneten Grössen, dasWasser als Einheit angenommen, zeigen sehr grosse Abweichungenvon den durch Versuche gefundenen. Die .Stärke der Anziehung istnicht der Dichtigkeit der anziehenden Körper, also nicht der Masse,proportional, Einfluss derElektricität ist unwahrscheinlich, chemi-sche Verwandtschaft kann nicht als Ursache gelten, und es sind also