Daguerrebilder.
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natürlichen Farben darzuslellen, nicht ernstlich verfolgt, weilnicht wohl zu erwarten steht, ein Reagens gegen das Lichtaulzulinden, welches durch die verschiedenen Farben auf eineihnen entsprechende oder wohl gar sie wiedergebende Weiseafficirt würde.
Nachdem Dacuerre sein bis dahin geheim gehaltenes, inöffentlichen Blättern vielfach ansposauntes Verfahren bekanntgemacht hatte, beschäftigte man sieb sehr allgemein mit derErzeugung photographischer Bilder, und die Industrie verfehltenicht, das durch wissenschaftliche Forschungen Errungenezum Gewinn auszubeuten, indem Künstler mit geeigneten Ma-schinen berumreisten, um das Verfahren für Geld zu zeigenund Bilder von festen Gegenständen zu verfertigen, später auch,nach weiteren Verbesserungen des Verfahrens, zu portraitireu.Rücksichtlich der Schönheit der erzeugten Bilder kommt haupt-sächlich in Betrachtung die Giite der anzuwendenden Cameraobscura, insofern nur solche, die mittelst achromatischer Lin-sen ein sehr scharfes Bild erzeugen, am geeignetsten sind,dann die Politur der Platten, die gegenwärtig ein Gegenstanddes Handels geworden sind, die Vorbereitungen derselben zurAufnahme der Bilder, und endlich das Verfahren beim Photo-graphiren. Unter dem von verschiedenen Künstlern verfertig-ten Apparaten gehören die aus der Werkstatt von Voigtländer in Wien hervorgehenden, bei denen man in einem Kasten zu-gleich alle für den Process im Ganzen erforderlichen einzelnenVorrichtungen vereint findet, zu den vorzüglichsten. Sehr feinePolitur und absolute Reinheit der Platten gehören zu den we-sentlichsten Erfordernissen, und da diese uur neben grosserSorgfalt durch einen beträchtlichen Zeitaufwand zu erhaltensind, so liegt hierin ein Grund, dass die Physiker sich mehrvon der Sache zuriickzichen und sie denen überlassen, die sicbandwerksmässig betreiben, eben dadurch aber eine ausneh-mende Fertigkeit darin erlangen.
Die Methoden des Polircns der Platten sind sich nichtdurchaus gleich, indess kann inan durch verschiedene Vcrfah-rungsweisen zu genügenden Resultaten gelangen, wenn nurfür Feinheit der Politur und Reinheit der Platten gehörig ge-sorgt wird. Daguerre polirtc anfangs die erwärmten Plattenmit Oel und Bimsstcinpulver, später aber empfahl er Bimsstein-pulver und verdünnte Salpetersäure, zuerst von 5 Grad (ver-