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eitäten an, die sich mit einander vereint nenlralisiren. Da inder Natur selten etwas isolirt steht, so lässt sich für dieseseigenthümliche Verhalten auch allenfalls ein Analogen finden.Kennten wir hloss die beiden Bestandteile des Wassers undderen neutrale Verbindung' als Dampf, so scheint es uns zwurjetzt leicht, das Wesen dieser drei Körper genauer zu ergrün-den, es dürfte aber ursprünglich grosse Schwierigkeiten gehabthaben, dahin zu gelungen. Wie iudess das Wesen beiderElektricitäten und ihrer neutralen Verbindung auch seyn möge,man nimmt einmal, auf Thatsachen gestützt, ihre Existenz anund hofft durch fortgesetzte Bemühungen ihre Wesenheit näherkennen zu lernen.
3) Sind diese beiden Sätze zugegeben, so folgt mitRücksicht auf die Axiome, wonach es im Bereiche deruns bekannten Natur weder eine Schöpfung aus deinNichts giebt, noch auch das einmal Vorhandene wieder indas Nichts übergehen kann, dass die auf irgend eine Weisezum Vorschein kommende Elektricität schon vorher dageweseuseyn muss und nach ihrem Erscheinen und den Aeusserungenihrer Wirkungen nicht eigentlich verschwinden, sondern nur anandere Körper übergehen oder in den Zustand der Neutralitätzurückkehreu kann. Genau genommen bestehen also alle elek-trische Erscheinungen in nichts weiter als in den Aeusserungenbeider Elektricitäten bei ihrer Trennung und ihrer Wiederver-einigung, welche letztere eine Folge ihrer gegenseitigen An-ziehung ist und bei vorhandenen Hindernissen auch langsamgeschehen kann, statt dass die Trennung mindestens in derRegel momentan erfolgt.
Diese drei Sätze sind die Grundlage der gesaminten Elek-tricitätslehre; man muss diese sowohl, als auch das gesammteVerhalten aller elektrischen Erscheinungen stets vor Augen ha-ben, wenn man eine derselben oder eine gewisse Classe ge-nügend erklären will. Ohne Vollständigkeit zu bezwecken, mö-gen hier noch einige Hauptsätze Platz finden. Zuvörderst istes unmöglich, über die Quantität der in einem gegebenen Kör-per vorhandenen neutralen Elektricität irgend eine Messung an-zustellen ; denn wenn auch durch einen geladenen Conductorin einem genäherten isolirten Körper die eine Elektricität ge-bunden und die andere abgeführt wird, so lässt sich doch uiebestimmen, in wie weit die Trennung beider vollständig gewe-