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Eilfter Band. Sach- und Namen-Register mit ergänzenden Zusätzen [...].
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Galvanoplastik. 235

eingetröpfelt) den Niederschlag lässt man sich absetzen undgebraucht die klare Flüssigkeit. Die Platte wird hierauf mitLeder uud an der Luft zerfallenem Kalk geputzt und dann indie Flüssigkeit gelegt, nach 5 bis 15 Minuten vollkommen ver-silbert herausgeuommen, getrocknet, mit Leder abgerieben unddann znr Bildung der galvanoplastischen Platte in den Apparatgelegt. Um aus dem Niederschlage des Chlorsilbers das regu-linische Metall wieder zu erhalten, sammelt man ihn auf einemFiltrum, schüttet ihn in ein Glas mit Wasser, legt einige StückeZink hinzu, nimmt diese nach etwa 24 Stunden wieder hernns,giesst die Flüssigkeit ab, überschüttet den metallischen Rück-stand mit verdünnter Salzsäure, um etwaige Reste von ZinkwegzuschafTen, und kann dann das Silber in Salpetersäure wie-der nuflöseu.

An die Galvanographie schliesst sich auf gleiche Weise diedurch Osann erfundene Cfnlvanokaustik oder die Kunst,Metallplatten auf galvauisckem Wege zu ätzen *. Schon früherversuchte derselbe, fein verteiltes metallisches Kupfer überMünzen und Medaillen stark zu pressen, und erhielt auf dieseWeise genaue Copien 1 2 , allein da sich hierzu nur harte Gegen-stände eignen und die Galvanoplastik bereits ein 'so weites Felderöffnet hatte, so fand das Verfahren keine Nachahmer. Wich-tiger dürfte die neue Erfindung der Galvanokaustik seyn ; we-nigstens müssen die gelieferten Probedrücke für befriedigendgelten. Das dabei anzuwendeude Verfahren ist folgendes. Wieoben bemerkt, löst der vom Kupferpole einer einfachen Volta’-scheu Säule übergehende Strom eine in Kupfcrvitriollüsung auf-gehängte Platte auf, führt dieses Kupfer zu einer audern, mitihr parallelen leitenden, mit der Zinkelektrode verbundenen Platteüber und stellt es daselbst metallisch wieder her. Ist daherdie erste Platte an einigen Stellen mit einem Ueberzuge be-deckt, auf welchen die Kupfervitriollösung nicht wirkt, so wer-den nicht diese, wohl aber die übrigen Stellen aufgelöst, undhierdurch muss nothwendig eine Figur erzeugt werden. ZumElektrometer gebraucht OSANN eine einfache Säule aus einemkupfernen Kasten mit eingehängter Zinkscheibe und eingegos-

1 Die Anwendung des hydroelektrischen Stromes als Aetzinittel vonDr. G. W. Osann u. s. w. Würzb. 1842. 8.

2 Poggendorff Ann. Bd. LII. S. 406. Bd. LIV. S. 303.