294
Sachregister.
entscheidet Jacobi nicht nach eigentlichen massgebenden Ver-suchen, zeigt jedoch, dass zwar die Erschütterungen ausneh-mend heftig sind, die magnetische uud elektrolytische Kraft da-gegen sich nicht auf gleiche Weise vorzüglich zeigen. SeineMeinung über den Ursprung der iuducirteu Ströme geht daliiu,dass diese sich als Wirkungen des im Rhcophor erzeugtenMagnetismus betrachten lassen. Hieran scldiesseu sich zahl-reiche wichtige Versuche von Dove, welche bestimmt sind, zuzeigen, dass inducirte Ströme hei der Gleichheit ihrer Wirkun-gen auf das Galvanometer dennoch ungleiche Erschütterungenhervorbringen können *. Die Sache seihst zeigt sich auch an-derweitig; denn ein schwacher Fluschcuschlag wirkt heftig aufdas Gefühl, alficirt jedoch die Magnetnadel kaum oder garnicht; wird aber die Entladung durch einen liolzstift oder fas-sen Faden bewerkstelligt, so ist die Empfindung schwach, dieJtcwegung der Magnetnadel stark. Mau muss also annchmcn,dass die physiologischen, magnetischen, chemischen und erwär-menden Wirkungen eines elektrischen Stromes durch dessenMasse uud Geschwindigkeit bedingt werden. Der Erfahrungnach sind die galvanomctrischcn uud chemischen Wirkungen derStröme einander gleich, wenn aber von zwei in demselben Lei-ter erregten Strömen, welche sich am Galvanometer als gleichzeigen, der eine stärkere Erschütterungen uud lebhaftere Fun-ken zeigt, als der audere, und Stahl stärker inaguetisirt, somuss man voraussetzcu, dass in dem ersteren eine gleiche Elek-tricitätsmeugc in kürzerer Zeit bewegt werde, als in letzterem.Hierher gehört denn auch die Frage, welcher Ursache die stär-keren physiologischen Wirkungen der Eisendrahtbündelals der Eisencylinder beizumessen sind, welche durch BaCII-IIOFFNER und StüRGEON zuerst aufgefunden wurden. Aus denVersuchen ergab sich, dass zwei Spiralen, deren eine mit einemEisendrahtbündel, die audere mit einem Eisenkern versehen war,durch Herausnehineu einiger Eisendrähte für das Gefühl gleichgemacht werden konuten, worauf dann aber die mit dem Ei-senkern eine ungleich stärkere Wirkung auf die Magnetnadeläusserte. Unter die weiteren in dieser Beziehung angcstclltenVersuche gehören auch die mit einer Thermosäule. Wurdendie Pole derselben mit einem kräftigen Klektromaguete verbun-
1 Poggendorff Ann. Bd. XL1X. S. 72.