Induction. 297
untersuchten Einwirkungen zwischcnlicgcndcr geüflueter undgeschlossener »Spiralen.
Henry vermochte leicht mit seinen riesenhafleu Apparatendie iuducirten Ströme höherer Ordnungen hervorzuhringen, uuder versäumte nicht, dabei deren Richtung zu bestimmen. DieSache wird am leichtesten durch eine Zeichnung übersichtlich.Geber dem Gewinde a befand sich das Gewinde h mit dem Ge-winde c verbunden, über diesem die Rolle d mit der Rolle ep-jg.vereint uud über diesen das Gewinde f mit der schraubcnfdrmi- 28.gen Windung g und einer darin liegeudeu Stahlnadel. DieErzeugung und Stärke der Ströme höherer Ordnung hängensehr von der Länge und Dicke der Streifen oder Drähte ah,woraus die Inductionsapparatc verfertigt sind, auch nehmcu siemerklich uh, w r eil ihre Zald sonst uuendlich scyu würde, dieRichtung derselben aber wechselt, in Gcinässheit vieler Ver-suche über ihre Maguefisiruug uud Zersetzung, auf folgendeWeise:
primärer »Strom. -fr-
Strom zweiter Ordnung .... -fr-
Strom dritter Ordnung. —
»Strom vierter Ordnung. -fr-
Strom fünfter Ordnung. —
w'onach also der erste iuducirte Strom oder der zweiter Ord-nung allezeit die Richtung des erzeugenden hat. Wenn nachFaraday’s Ansicht zu folgen scheint, dass der iuducirte »Stromzu Anfang eine entgegengesetzte Richtung habe, so meintHenry, die Wirkung desselben sey momentan und cs lasse sichkein erster uud zweiter unterscheiden.
Die Resultate der Versuche Henry’s über Inducirung durchden Flaschen ström im Detail anzugeben ist nicht nüthig, dennsie stimmen dem Wesen nach mit denen überein, welche RiESS(s. o.) genau beschrieben hat. Es mag daher genügen zu be-merken, dass auch hierdurch Ströme höherer Ordnung erhaltenwurden und dass ein starker Batteriefunken, durch einen sehrluugeu Draht geleitet, einen inducirtcn Strom in einem ihm pa-rallelen, 16 Zoll weit abstehenden Drahte erzeugte, welchereine Stahlnadel zu inagnctisircn vermochte *.