310 Sachregister.
Magnetismus beide Wirkungen sich aufheben und keine Induc-tion stattfinden würde; es folge aber aus der wirklich vorhan-denen Iuduction, dass der durch Inductiou entstehende Magne-tismus schwächer scy, als der verschwindende. Genau genom-men ist unzweifelhaft die Stärke des überhaupt entstehendenMagnetismus jedenfalls sich selbst gleich, sie bleibt auch indem Eisen der Inductionsrollen während der Dauer des Ge-schlossenseyns des primären Drahtes sich selbst gleich, wirdbeim Oeffnen der Kette nicht schwächer, sondern verschwindetmomeutan, erreicht aber beim Schliessen derselben nicht momen-tan, sondern allmälig ihr Maximum, woraus die geringere Er-schütterung heim Schliessen nothwendig folgt. Rücksichtlichdes Unterschiedes zwischen dem Eisenkern und dem Drahtliün-del heisst es: „Die Stärke des entstehenden Magnetismus iuiVerhältnis zu dem verschwindenden wird bei ungeänderteu Rc-dingungcu stets dieselbe bleiben, so lange kein Hindernis fürdie Iiildung der durch Induction in dem Eisen entstehendenelektrischen Ströme vorhanden ist. Ein solches Hindernis wirdaber stattfinden, wenn das in dein Elektroinagnete befindlicheEiseu aus einem Druhthündel besteht; denn der Durchschnitteines solchen Drahlbündels ist kein in sich geschlossener Lei-ter, der zur Erzeugung eines Stromes unumgänglich nüthigist. Daher ist der in einem Drahtbiindel durch Inductiou ent-stehende Magnetismus viel schwächer im Verhältnis zu demschon vorhandenen, als der, welcher in einem massiven Eisen-kern entsteht, und daher ist die Induction, welche ein Draht-hiiudel auf den Schiiessungsdraht ausübt, viel stärker als die,welche eine massive Eiscnmassc hervorbringt. Ausserdem aberwird auch die inducircnde Wirkung des Schliessungsdrahtesauf sich selbst bei Anwendung von massiven Eisenmassen ver-mindert; denn jeder Querschnitt des Eisens bildet einen nebendem Schliessungsdrahte befindlichen geschlossenen Leiter, aufden der Schliessungsdraht inducirend wirken kann, und daherwirkt er uicht inducirend auf sich selbst.“ Hiernach gäbe csalso zwei Ursachen der stärkeren Wirkungen der Drahtbiindel,und zwar zuerst die geringere Stärke des darin erzeugtenMagnetismus. Dieses ist allerdings in Beziehung auf die Trag-kraft der Anker richtig (s. o. Elektromagnetismus), alleinMagkus und Lenz (s. ebend.) haben gezeigt, wie wenig be-stimmt noch die Gesetze über die Wirksamkeit der Elektro-