348 Sachregister.
diese Vorrichtung auf den Kasten an der einen Seite, so gehtder Strom ohne Zwischcnplattc durch die Flüssigkeit, legt mauihn aber in die Mitte, so muss, ohne merkliche Veränderungder Dicke der zwischenlicgendcn Flüssigkeitsschicht, der Stromauch die Zwischcnjilatte durchdringcn, und wenn er sich danngeschwächt zeigt, so muss dieses von dem Uebergaugswidcr-slandc herrühren. Allerdings könnte man die Ursache dieserSchwächung von einer Polarisation der Zwischcnplattc ableitcu,was aber darin einen Gegengrund findet, dass die Platte nichtmit den Elektroden zusammenhängt, und ausserdem zeigt dieaugenblicklich eintretende Schwächung des Stromes, dass nurder Widerstand hiervon die Ursache seyn kann. Endlich ge-hörte zum Ganzen noch ein Widerstandsmesser, bestehend auseinem hölzernen Brctc, auf welchem parallel neben einander lau-fend zusammenhängende Neusilberdrähte ausgespannt waren, vondenen grössere oder kleinere Längen in den Rhcophor einge-schaltet wurden. Da der Widerstand dieses Drahtes bekanntist (s. oben Leiter) , so liess sich stets eine solche Längedesselben wählen, die dem Widerstande der Platte gleich war,und hierdurch eine Messung des letzteren erhalteu. Endlichmusste der Vergleichung wegen die Rotation des magnctoelek-trischen Ankers stets die nämliche Geschwindigkeit haben, wassich auch ohne Uhrwerk leicht so weit erreichen liess, dasszu jedem Versuche 15 Secundcn mit 15 Wechseln des Stromesin jeder Secunde angewandt wurden. Die Versuche zeigtenohne Ausnahme das Vorhandenseyn eines Uehergangswiderstandes.
Ohne der Kürze halber die Versuche einzeln zu beschreiben,wird es genügen, nur die llauptresultate mitzutheilen. Zuersthängt die Grösse des Widerstandes von der Natur des Mctallesund der Flüssigkeit ab; in gleicher Flüssigkeit ist er grösserbei Platin als bei Kupfer, und für letzteres grösser als fürEisen, in Kochsalzwasser grösser als in Schwefelsäure, undnimmt in letzterer mit der Coucentration ab. Die Metallplattenmüssen mit Sand gescheuert und so abgespült seyn, dass dieFlüssigkeit sie überall vollständig benetzt, weil sich sonst derWiderstand vergrössert, welcher dagegen hei Kupfer vermindertwird, w r enn man es an der Luft über der Weiugeistlainpc sostark erhitzt, bis die aufaugs entstehenden Farben verschwin-den. Ausserdem wird die Oberfläche der Zwischenplatteu durchden Strom selbst, insbesondere durch den bei jeder Umdrehung