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Sachregister.
mit den Tags- und Jahreszeiten wechselnde Luftelektricitiitsind grösstcntheils im betreffenden Artikel mitgetheilt. Die po-sitive Elektricität der Wolken lässt sich leicht erklären, wennmau auuimmt, dass sie die in der Luft verbreitete auzichen,den negativ elektrischen Zustand derselben leitet aber Lame 1davon ab, dass eine höhere Wolke die negative Elektricität deruutcren anziehe und daher ihre positive sich zerstreue, woge-gen sich aber das Argument aufdringt, dass die uutere hier-nach um so mehr positiv seyu und beide Elcktricitäten sichgleiehmässig zerstreuen müssten. Nach Becquerel 2 sind dieaufsteigendeu Dämpfe tlieils positiv, tlieils negativ, wobei er,wie auch Peltier 3 , den negativ elektrischen Zustaud der Erdezu Hülfe nimmt, sofern diese den sie berührenden und von ihraiifstcigeuden Stoffen negative Elektricität mittheilcn soll, worausdaun auch, wie Belli 4 anuiinmt, der Wasserstaub der Cascadeunegativ elektrisch werden soll. Indess möchte ich mit Pfaffdie Erde vielmehr für neutral hallen und ihren negativ elek-trischen Zustand demnach nur als partiell durch den Einflussder positiven Luftclektricität bedingt betrachten. In diesemFalle könnte sie den Körpern nicht eigentlich negative Elek-tricität von ihrem Uebcrfluss hieran mittheilcn, sondern wärenur, wie jeder neutral elektrische Körper jedem andern, wel-cher die positive Elektricität der Atmosphäre angenommen hat,seine negative Elektricität zuwendet, gleichfalls durch Vferthci-lung oder im Wirkungskreise negativ elektrisch, und zwar we-gen ihrer Grösse nur an einer verhältnissmässig kleinen Stelle.Erzeugt aber die Verdampfung in der Art Elektricität, dass derDampf negativ und das rückbleibende Wasser positiv wird, somuss die Elektricität der Wolken nach Volta’s einfacher undsacligemäser Ansicht wechseln, jenachdcm die Verdampfungoder die Niederschlagung überwiegend ist. Die folgenden Un-tersuchungen von Duprez über den Wechsel der Luftclektricitätbei den Niederschlägen enthalten nichts wesentlich Neues undsind hauptsächlich der Widerlegung der eigenthümlicheu Hypo-thesen Peltier’s gewidmet. Zu den beachtenswertheu Versuchen
1 Cours de physique de IVcole polytechnique. T. II. p. 80.
2 Traitd de l’Eleetr. et du Magnet. T. IV. p. 121.
3 Compt. rend. T. XII. p. 307. Ann. de Chim. et Phys. 3meSe'r. T. IV. p. 414.
4 Bibi. univ. nouv. S. T. VI. p. 148.