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lieh, die Abweichungsscale vor wichtigen Versuchen neu zubestimmen.
Eine für alle galvanometrische Messungen höchst wichtigeReihe von Versuchen hat Jacobi 1 bekannt gemacht. Nach deinvon FARADAY aufgefundeuen, durch Danieil 1 2 und Andere be-stätigten Gesetze, wonach die elektrolytischen Zersetzungeuin der geschlossenen Kette den Aequiyalenten der durch dieElektroden zersetzten Substanzen gleich sind, giebt das Vol-tameter ein genaues Muss des consumirtcu positiven Metalls,und cs ist daher sowohl im Allgemeinen, als auch insbesonderefür die Vorausberechnung des für elektromagnetische Maschi-nen erforderlichen Verbrauchs vou Zink sehr wichtig zu wis-sen, oh die magnetisirende Kraft des elektrischen Stromes seiucrwasserzcrsetzendcu Kraft genau gleich gesetzt werden kann,mithin das Galvanometer und das Voltameter gleiche Resultategehen. Drei Rcilieu von Versuchen mit Säulen, die von 2 bis13 Platteupaaren wechselten uud wobei die Stromstärkengleichzeitig mit einer Ncrvander’scben Tangentenbussole undeinem Voltameter gemesscu wurden, zeigteu evident die voll-kommenste Uebcreinstimmuug beider Messwerkzeuge, so dassmau sich also hei Messungen jeder Art des weit bequemerenGalvanometers mit Sicherheit bedienen kann. Zugleich ergabsich, dass sehr schwache Ströme allerdings zersetzend wirken,weuu auch keine Gasblascu wegen ihrer zu geringen Grösseaufsteigen. Eine im Grossen angestellte Messung des iu derKette aufgelösten Zinks uud der erzeugten Gasmenge bestätigtedas Faraday ’schc Gesetz vollständiger, als frühere VersucheAnderer.
Ein zum Beobachten und Messen sehr schwacher galvani-scher Ströme diencudes Instrument nenut OSANN 3 Iodgalvano-meter. Es besteht aus einer Vorrichtung, die Platinelektrodeusehr schwacher Volta’schcr Ketten iu ungleichen messbarenAbständeu mit eiucr kleinen Quantität Stärkekleistcr, auf welchemittelst einer Glasröhre ein Tropfen iodkalium getröpfelt ist,in Berührung zu bringen, worauf dann die Stärke der Fär-
1 Bullet. Scient. de l’Ac. de St. Petersb. T. V. Poggeudorff Ami.
XLVIII. 26.
2 Sturgenn’s Amials of Eleciricity. T. I. p. 98.
3 Die Anwendung des hydroelektrischen Stromes als Aetzmittel.
Wiirzb. 1842. S. 5.