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Eilfter Band. Sach- und Namen-Register mit ergänzenden Zusätzen [...].
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Sachregister.

dessen Kraft, die Pflanzenfarben zu zerstören, und fand auchwirklich, dass ein Streif Lackmuspapier in einer Ozon enthal-tenden Flasche während einer Viertelstunde völlig 1 gebleichtwurde. Es zeigte sich eine gleiche Einwirkung auf Veilchcn-syrup und Indigolösung, als feinstes Reagens zur Entdeckungder geringsten Spuren dient aber Stärkeklcister mit etwas lod-kaliuin auf Papier aufgetragen. Schwefelwasserstoffgas, Phos-phorwasserstoffgas, schweflige Säure, die unedlen Metalle u. s. w.zerstören das Ozon und alle Spureu desselben verschwindendurch das Vorhandenseyn namentlich der genannten Gase, wes-wegen denn auch der durch Maschinenclcktricität erzeugte Ge-ruch in sehr reiner Lull am stärksten hervorzutreten scheint.Auch der Phosphor zerstört das Ozon, welches sich in dieserBeziehung gerade wie das Chlor verhält, denn eiu Stück Phos-phor neben der Ausströmungsspitze der Elektricität hebt dieWirkung der letzteren auf, ozonhaltiges Sauerstoftgas derpositiven Elektrode verliert seine Polarisations - und Blcich-kraft durch ein hineingehaltcucs Stück Phosphor, uud dassdieser auch das chemisch bereitete Ozon durch längere Ein-wirkuug zerstöre, ist bereits erwähnt worden.

Zur Beantwortung der wichtigen Frage, was das Ozonseinem Wesen nach sey, geht Schöhbein von der allseitig be-stätigten Erfahrung aus, dass zur Erzeugung desselben derStickstoff unumgänglich uüthig ist, denn nie kommt jenes zumVorschein, wenn dieser fehlt, obgleich Sauerstoftgas vorhandenist. Hiernach nimmt er an, dass das Stickgas, dessen Ein-fachheit schon mehrmals als problematisch betrachtet wurde,aus Ozon und Wasserstoff bestehe, mithin Ozon Wasserstoffsey, und indem er diese Verbindung dann mit Chlorwasserstoffvergleicht, zeigt er im Einzelueu eine allerdings überraschendeAchnlichkeit des Verhaltens dieser beiden Stoffe. Bei derElektrolyse des Wassers und dem Ausströmen der Elektricitätaus Spitzen beruht demnach die Zersetzung des Stickgas undErzeugung des Ozons auf einer einfachen chemischen Zerle-gung; schwieriger aber ist dieses bei der Bildung auf chemi-schem Wege zu erkläreu. Hauptsächlich ist hierbei zu beach-ten, dass das Ozon keine Phosphorverbindung seyn kanu, weiles auch auf sonstige zweifache Weise ohne die Anwesenheitirgend einer Spur von Phosphor zum Vorschein kommt. Beach-tung verdient hierbei zugleich, dass ein Leuchten des Phos-