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wurde, wiederholt so lange mit derselben genügen Menge ei-ner wässerigen lodkaliinnlösung schütteln, bis der Ozongenichgänzlich verschwunden ist. Das durch einen weitläufigen l’ro-cess endlich in geringer Menge erhaltene Salz entwickelt durchHitze einen scharfen, die Respirationswerkzeuge bedeutend an-greifenden Dampf. Im Gauzeu sind also die Untersuchungenüber diesen räthsclkaften Körper noch nichts weniger 'als ab-geschlossen , und es wird den Chemikern noch grossen Auf-wand von Zeit und Mühe kosten, bis man das Wesen desneuen Körpers genau kenut.
Angenommen, die durch SchöhBF-IN aufgestellte Hypothesewäre richtig und das Ozon gehörte zu den Sulzbildern, sowürde es nach dem Entdecker zwischen Chlor und Hrom ge-hören, so dass die Reihenfolge wäre: Chlor, Ozon, Rrom ,Iod; denn das Ozon wird durch Chlor ausgeschieden, scheidetaber das Brom und Iod aus ihren Verbindungen. Unter Vor-aussetzung endlich, dass der Stickstoff nicht einfach, sondernOzon - Wasserstoff sey, nimmt Schönbein folgende Verbindun-gen an:
1) Wasserstoffverbindungen.
1 Atom Ozon
1 — —
1 — —
1 _ _
1 — —
-f- 1 Atom WasserstofT = Stickstoff.
4* 2 — — — unbekannt.
+ 3 — — = Amid.
4* 4 — — = Ammoniak.
4-5 — — = Ammonium.
2) Hydrosauerstoffvcrbindungen.
1 At. Ozon 4- 1 At. Wasserst. 4“ 1 At. Sauerst. = Stickoxydul.
1 — — -f-l — — 4-2 — — = Stickoxyd.
1— — 4*1 — — 4-3— — = salpetrige Säure.
1 — — -f-l — — -J-4 — — = Untersalpetersäure.
1 — — 4-1 — — 4*5 — — = Salpetersäure.
Ganz neuerdings hat Scuöhbeih 1 die Hypothesen geprüft,wonach das Ozon eine Verbindung von Stickstoff und Sauer-stoff seyn soll, wie sehr viele Chemiker vermutbeten, indemeinige dasselbe sogar für die bekannte salpetrige Säure haltenwollten, welche allerdings einen hineingesenkten Platindraht
1 Poggendorff Ann. Bd. LXIII. S. 520.