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seihst in höherer Temperatur vollkommen indifferent. Wennaber Hartley gefunden haben will, dass Eisen mit Messingvoltaisch combinirt gegen Seewasser indifferent werden soll, sostimmt dieses nicht mit den Resultaten überein, welche ScHÜR-BETN erhielt, als er die Versuche mit Seewasser und gewöhn-lichem Salzwasser wiederholte. Mir ist nicht bekannt, obHartley die Täuschung zugestanden oder sich gegen denVorwurf derselben gerechtfertigt habe; es darf indess nichtübersehen werden, dass es je nach dem veränderlichen An-tbeile von Zink verschiedene Sorten Messing giebt, und beideGelehrte könnten daher mit ungleichen Metallen experimentirthaben, doch stimmt Schönbein’s verneinendes Resultat mit an-derweitigen unbestreitbaren Thatsachen überein.
Vorzüglich bat ANDREWS 1 die Passivität einiger Metalle•zuin Gegenstände eigener Untersuchungen gemacht. Er brachteein Stück Wisinuth in eine grosse Menge Salpetersäure von1,4 spcc. Gewichte und berührte es darin mit einer grossenPlatinplalte, worauf die Auflösung fast ganz aufhörte und dasWisinuth einen cigenlhiimlichcn Glanz annahm. Nach Entfer-nung des Platins begann die Lösung des Wismuths znweilen,in einigen Fällen aber ward es mit einer dunklen Haut über-zogen, und löste sich kaum merklich, ja sogar um so langsa-mer, je häufiger die Säure erneuert wurde. Bei wiederholterBerührung mit Platin erhöhte sich sein Glanz, cs iiherzogsich dann mit einer duukeln Haut, die sich aber wieder ent-fernte und das blanke Metall zuriiekliess. Achnlich erhielt sichdas Kupfer. Schönbein 2 wiederholte den Versuch mit Wis-mutli und fand, dass dieses Metall innerhalb der Salpetersäuremit Platin berührt allinälig nicht mehr aufgelöst wird und die-sen Zustand der Passivität nach Entfernung des Platins bei-behält. Wird dieses Metall in salpetrige Säure getaucht, wel-che dasselbe nicht angreift, und dann in Salpetersäure von1,4 spec. Gewichte, so verhält cs sich, als wenn es mit Pla-tin berührt wäre. Dennoch aber wird dieses Metall nicht, wieEisen, vollkommen passiv, sondern nur in einem geringenGrade, wobei eine sehw'achc Auflösung fortdauert, wie sich
1 Lond. and Edinb. Phil. Mag. N. 75. T. XII. p. 305. PoggendorffAnn. Bd. XLV. S. 121.
2 Poggendorff Ann. Bd. XLIII. S. 1.