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Polarisirung.
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Strom erzeugch, Und dass mit Sauerstoffgas und Wasserstoff-es vorher imprägnirtes Wasser nach seiner Vereinigung einegleiche Wirkung zeigt.
Es war nicht wohl mit der bekannten Beharrlichkeit ScuöRBEW’s 1vereinbar, die Sache auf sich beruhen zu lassen, vielmehr stellteer neue Versuche au, zu denen er ausserdem durch einige, ihmnicht völlig genau bekannt gewordene, von Peltier und Mat-TEÜCCI noch besonders aufgefordert wurde. Hierdurch gelangteer zu folgenden Resultaten: 1) Werden Platinclektroden, wel-che reines oder mit Schwefelsäure oder Salzsäure verbundenesWasser zersetzt haben, in einer Wcingeistflnmme bis zum Rolh-gliilieu erhitzt, so verlieren sie ihre Polarität. 2) Ein positivpolarisirter Platindraht verliert in ciuer Chlor- oder Brom-At-mosphäre augenblicklich seine Polarität. (Hierbei muss bemerktwerden, dass derjenige Platindraht, welcher als negative Elek-trode in gesäuertem Wasser gedient hat, positiv polarisirt, der-jenige aber, welcher als positive gedient hat, negativ polarisirtgenannt wird.) 3) Befindet sich ein positiv polarisirter Platiu-draht etwas längere Zeit in Sauerstoffgus, so wird er neutral.4) Eben dieses ist der Fall hei einem negativ polarisirtcn ineiner Wasserstoffgasatmosphäre. 5) Alle andern Gasarten, wel-che weder auf Sauerstoff noch auf Wasserstoff chemisch wir-ken, sind gegen beide Drähte indifferent. 6) Ein gewöhnlicherPlatiudraht wird in Wasserstoffgas in wenigen Secundcn posi-tiv polarisch. 7) Platin-, Gold- und Silber-Drähte werden iuChlor- und Brom -Gas iu wenigen Secunden negativ polurisch.8) Behandelt muu negativ polarisirte Sulzsäure (d. h. dieje-nige der durch eine Membrane getrennten Zellen, welche mitder positiven Elektrode in Verbindung stand) oder Hydrobromsäure mit der gehörigen Menge Wasserstofflösung, so wirdihre Polarität zerstört. 9) Geht durch schwefelsäurehal-tiges Wasser in einer gekrümmten Röhre ein elektrischerStrom, so wird die Flüssigkeit nur dann sich polarisirt zeigen,wenn die Multiplicatorenden aus Platin bestehen; bei Anwendungvon verdünuter Salzsäure geben auch Gold- und Silber-Drähteeinen Strom. Nach den Resultaten von 1 bis 6 muss man diePolarisation von unhängendem Wasserstoffgas und Sauerstoff-gas herleiteu, allein dieses wird dadurch wieder zweifelhaft,
1 Poggendorff Ann. Bd. XLV1I. S. 101-