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Eilfter Band. Sach- und Namen-Register mit ergänzenden Zusätzen [...].
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Polarisirang. 473

Verbindung', woraus sieb dnnu ergab, dass bloss das mit demnegativen Pole verbunden gewesene den Strom erzeugte, wiedenu ein solcher auch dann erschien, wenn das eine Gefässmit WasserstofTgas imprägnirtes Wasser, das andere reinesenthielt, ohne dass eine Verbindung des letzteren mit Sauer-stoffgas irgend einen Einfluss äusserte. Da hiernuch also dasmit WasserstofTgas imprägnirte Wasser mit gemeinem Wasserund Platin iu Berührung einen elektrischen Strom erregt, sofindet es Schörbeir zwar natürlich, hierin eine Volta’sche Com-binatiob zu erkennen 1 2 , da aber ein elektrischer Strom nichtanders als durch Chemismus entstehen kann, so wird uls mög-lich angenommen, dass das Platiu mit dem Wasserstoff einWassersuboxyd bilde und diese chemische Action den Stromerzeuge. Daraus ergicht sich daun, wie er meint, die Ursache,weswegen andere Metalle sich unwirksam zeigeu, weil ihnen diekatalytische Kraft fehlt, jenes Suboxyd zu hildeu. Wenn aberdiese Metalle, namentlich Gold, Silber und Kupfer, dennoch alspositive Elektroden negativ polarisch werdcu, so kann diesesvom anhaftenden WasserstofTgas nicht herrühren und ist dahervon dem an ihnen sich bildenden Wassersuboxyd abzulciten.Hiergegen lässt sich der wohlhegründete Zweifel geltend machen,dass d>e Bildung des Wassersuboxyds am Platin und die Zer-setzung desselben am Golde wold unmöglich einen gleich ge-richteten Strom erzeugen können. ScuÖRBEIN geht hierauf in-des8 nicht ein, glaubt vielmehr, dass das von ihm entdeckteOzon mit Platiu sowohl, als auch mit Gold verbunden den elek-trischen Strom erzeuge.

Die Polarisation der Metalldrähte iu Flüssigkeiten durchRcibungselektricität hat HerrICI 2 untersucht, indem er die zuuntersuchenden Flüssigkeiten iu eine 12 Millim. weite Glasröhrebrachte und durch zwei Platindrähte, deren einer unten einge-schmolzen, der andere von oben durch einen Kork gestecktwur, iu einem Abstande von 60 Millim. den elektrischen Schlagaus einer Flasche von 2 Uuadrntfuss äusserer Belegung lei—

1 Nach Volta’s Theorie muss das höchst negative Platin mit demhöchst positiven Wasserstoff ein galvanisches Element bilden, und dieErfahrung zeigt, dass dieses stark genug ist, den entstandenen Stromdurch das Wasser und den Multiplicatordraht zu führen.

2 Poggendorff Ann. Bd. XLVI. S. 585. Bd. XLVII. S. 431.