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Eilfter Band. Sach- und Namen-Register mit ergänzenden Zusätzen [...].
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Polarisirung. 475

Galvanometer in Berührung mit dem Papier gebracht. DieDrähte für sich, nach Wegnahme des Papiers und Vertauschnngdesselben mit einem frisch benetzten, hatten keine Wirkungauf dus Galvanometer 1 .

Aus den früher bekannt gemachteu und den neueren, hiernachgetragenen Erfahrungen geht also unwidcrsprechlich her-vor, dass durch jedeu elektrischen; Strom, aus welcher Quelle erauch abstammen mag, sowohl die Elektroden, als auch die durch-strömten Flüssigkeiten eine durch den Namen Polarisation be-zeichuete Veränderung erleiden, vermöge deren sie nicht blossden ursprünglich bestehenden Strom schwächen und daher inVerbindung mit dem Uebcrgangswiderstande die Kraft der Säu-len vermindern, sondern auch selhstthätig, uud zwar entwedervereint, oder die Elektroden uud die Flüssigkeiten einzeln fürsich, einen dem ursprünglichen entgegengerichteten Strom er-zeugen. In Beziehung auf den Uebergangswiderstand ent-springt hieraus eine (vergl. Leitung) unüberwindliche Schwie-rigkeit, denn da dieser der Natur der Sache nach mit demUrsprünge des Stromes zusammenfällt, die Polarisation abernach den Resultaten der hier mitgetheilten Versuche, insbeson-dere aber nach denen PogGERDORFf’s, wovon später die Redeseyn wird, gleichfalls unmittelbar nach begonnener Strömungcinlritt, so ist es wohl unmöglich, beide Wirkungen einzelnzu bestimmen. Ueber die Ursache der Polarisation werden sichdie Physiker nicht eher vereinigen, als bis die Theorie derhydroelektrischen Säule allgemein festgestellt seyn wird. Nachder Contacttheorie folgt ohne Weiteres von seihst, dass eineVeränderung der Elektroden und der Flüssigkeiten, welcherArt dieselbe seyn möge, auch eine Veränderung ihres Volta’-schen Verhaltens erzeugen müsse. Stellt inan aber als Axiomden Satz auf, dass ohne chemische Trennung oder Vereini-gung kein elektrischer Strom entstehn könne, wie sehr hier-gegen auch die thermoelektrischen, magnetoelektrischcu uudInductious-Ströme streiten, dann lässt sich, w'ie wir gesehnhaben, mittelst einiger künstlicher Hypothesen die Wirkung derPolarisation auch auf chemische Action zurückführen. Von

1 Es bleibt hierbei fraglich, ob das gebrauchte Galvanometer fürschwache Polaritäten, wie sie Flaschenschläge zu erzeugen vermögen,hinlänglich empfindlich war.