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denn auch das Regnen des Rolinerzes zu Iwan in Ungarn am10. August 1841 zu rechnen seyn *, obgleich dieses Fossil da-selbst örtlich vorhanden ist und daher auf jeden Fall nicht wohlvon weitem herbeigeführt worden seyn konnte 1 2 3 .
Ueber die Oertlichkeiten des Regnens ist nachzutragen, dassdie Annahme, als oh es in Aegypten gar nicht regne, nachdem übereinstimmenden Zeugnisse der neuesten Reisenden sichuicht bestätigt. Allerdings ist der Regen in Cnterägyptenselten und fehlt zuweilen Jahre lang ganz, in den oberen Thei-len dagegen gieht es einzelne, mitunter sehr heftige Regen-schauer, bis inan weiter südlich in die Region der periodischenRegen kommt. Nach ÜENHAM 3 regnet es westlich von Mour-zuck in fünf bis neun Jahren der Regel nach gar nicht, zu-weilen aber ausnahmsweise so stark, dass Giessbäche von denAnhöhen hernhstiirzen. In Asien , wie OliVIER 4 berichtet, sol-len die Gebirge des Taurus die Regenwolken anhaltcn undNiederschläge bewirken, vor den Gebirgen dagegen, in Gliilanund Mtsenderan bis zum persischen Meerhusen, von deu Um-gebungen der Seen Van und Uriuiah bis in das Land Kaschmir soll eine solche Trockenheit herrschen, dass selbst kein Thaufällt und keine Wolken sich zeigen. Dagegen belichtet Tre-ZEL 5 , die Regen seyeu in Gliilan unter 37° n. B. im ganzenJahre so häufig, namentlich vom .September bis Januar, dassman die Wege nicht passiren könne, weil sie au manchenStellen in Teiche verwandelt würden. Es scheint daher, dassdie Reisenden nach ihren Beobachtungen in einzelnen Jahres-zeiten allgemeine |Regeln aufstcllen. Dass cs j am persischenMeerbusen häufig und sehr heftig, oft in Strömen regne, be-stätigt auch CllARDlN 6 . An der Kiiste Peru’s , namentlich vonArica bis Cape Blauco, ciue Länge von 16 Brcitegradeu, reg-net es allerdings überall nicht, weil die stets aufsteigeudenDünste zu nahe über der Erde bleiben, wenn kein Wind sic
1 Allg. Zeit. 184t. N. 293.
2 Poggendorff Ann. Bd. L1V. S. 442.
3 Beschreibung der Reise und der Entdeckungen im nördlichen undmittleren Africa. Weim. 1827. Tb.I. S. 37.
4 Voyage en Perse. T. III. Cab. 7. p. 17.
5 Kunde von Ghilan und Mesenderan. Weim. 1822. S. 241.
6 Voyage. T. IX. p. 228.