Säule.
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trige Säure bildet, die sich in der Salpetersäure auflüst. Eineähnliche, aus verdünnter Schwefelsäure, Kochsalzlosung undfeinem Sande in einer U-förmig gebogenen Glasröhre bestehend,hat Aime 1 construirl.
Gleich nucli der Bekauntwerdung dieser Säule wurde dieWirksamkeit derselben durch Moiir 2 bestritten, weil Faraday 3durch eine grosse Reihe Versuche, wobei namentlich auch Aetz-kali und verdünnte Schwefelsäure durch Fliesspapier getrenntin Anwendung gebracht worden waren, gefunden haben wollte,dass durch deu Contact einer Säure mit einem Alkali (wobeiübrigens die Berührung der Metalle mit den Flüssigkeiten bil-lig nicht unbeachtet bleiben durfte) kein elektrischer Strom er-zeugt werden könne, indem hierzu eine chemische Zersetzungunerlässliche Bedingung scy. Controlircndc Versuche führtenihn diesem gemäss zu dem Resultate, dass eine Zersetzung dersalpetrigen Säure stuttgefunden habe und Salpetergas, woringleichfalls ein glimmender Spahn sich entzünde, mit Sauerstoff-gas verwechselt worden sey. Inzwischen fanden die Becquc-rcl’schen Versuche sofort mehrere gewichtige Vertheidiger, wel-che ganz unabhängig von einander die Thatsachen einer ge-nauen Prüfung unterwtirfen. Der bedeutendste von beidcu, 31.H. JACOBI 4 , coustruirte einen Apparat, hei welchem eine Glas-röhre, deren unterstes Ende durch einen Cylinder aus weisscinBolus mit Kochsalzlösung, worin etwas Kali zerlassen war,verstopft, oben mit Kalilüsnng gefüllt, durch einen Kork luft-dicht verschlossen und so in ein Gefäss mit reiner Salpeter-säure gesenkt wurde. Nachdem in die Röhre und das Gefässein Platinblech hcrabgelasscn und beider Enden mit einem Gal-vanometer verbunden worden waren, begann der Strom unddamit zugleich eine merkliche Entwicklung von Gas, welchesdurch eine im verschliessendeu Korke gehende gekrümmte Röhreabgeleitet, in einer 3Iessröhre aufgefangeu und hei der Prüfungals reines Sauerstoflgas befunden wurde. Hiernach ist alsodie Wirksamkeit der Becquerel’schen Kette gerettet, dieauf jeden Fall einen Strom erzeugt, wiewohl einen schwa-
1 L’Institut N. 136. p. 402.
2 Poggendorff Ann. Bd. XXXIX. S. 129.
3 §. 930 ff.
4 Poggendorff Ann. Bd. XL. S. 67.