Säule.
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der Zersetzung von Kochsalz durch Schwefelsäure (einer ei-gentlich chemischen) aber aushleiht, wodurch das Axiom, dasszu jedem elektrischen Strome eine chemische Zersetzung nö-thig scy, mindestens sehr problematisch wird. Nicht zufriedenmit den hier erwähnten Resultaten und Schlüssen nahm Pfaff 1den Gegenstand abermals vor, treuufe beide Flüssigkeiten durchThierblase, untersuchte die Combinationen verschiedenartigerMetalle mit verschiedenartigen Flüssigkeiten und bediente sichdabei eines vorzüglich feinen Multiplicators. llie mit letzteremverbundenen Metalle waren Bleche von Platin, Gold, Silber,Kupfer, Zinn, Blei und Zink. Alle Säureu ohne Unterschiedgaben mit einer Kalilauge einen elektrischen Strom, welcherstets vom Laugcnsalze zur Säure geht, mit der höchst merk-würdigen Ausnahme^ der Salpetersäure, bei welcher die Richtungdie umgekehrte ist. Die ersten vier der genannten Metiille ga-ben viel schwächere Ströme, als die lelzteu drei. Auch Säu-ren mit Wasser geben einen vom Wasser zur Säure gchendeuStrom, und Kulilaugc mit Wasser einen solchen, welcher vomKali zum Wasser geht. Chlorkuliumlüsuug und Kochsalzlösunggeben mit Salzsäure einen beträchtlichcu Strom, wobei sie sichwie ein Alkali verhalten, und ebenso gicht Salpctersolution mitSalpetersäure, Glaubersnlzlüsung mit verdünnter Schwefelsäureeinen Strom.
Becquerel 2 hat später seiucr Säule eine etwas veränderteGestalt gegeben und sie dadurch wirksamer gemacht. Sie be-steht hiernach aus zwei Glasbecheru, deren einer concentrirtcSalpetersäure, der andere concentrirtc Kalilösung enthält. Beidewurden durch eine gekrümmte, mit feinem, in Kochsalzlösunggetränktem Thoue gefüllte, Glasröhre leitend verbunden. Indeu Becher mit Alkali senkte er einen Goldstreifen, in den mitSalpetersäure einen Platiustreifen, welche durch eiu Galvano-meter verbunden einen Strom gaben, worin das Gold negativeElektricität zeigte. Für eine kräftigere Säule dieser Art nahmer zwei Platinröhreu, jede an ihrem einen Ende gekrümmt, umdieses Ende in eine Glasröhre zu stecken, füllte eine der Pla-tiurühreu mit Thon, der mit Salpetersäure getränkt war, dieandere mit solchem, der mit Kalisolution getränkt war, und die
1 Poggendorff Ana. Bd. XL1V. S. 542.
2 Comnt. rend. T. IV. Poggendorff Ami. Bd. XL1I. S. 307.