512 Sachregister.
rinderen Uebergaugswiderstaudc ab, welchen das Eisen hat,sofern nach Fechner dieser Widerstand bei allen Metallenschwächer ist, die von den berührenden Flüssigkeiten ange-griffen werden. Die Richtigkeit dieser Ansicht zeigte sich da-durch, dass ein eingeschalteter Neusilberdraht den Strom dieserSäule stärker schwächte, als den ciuer gleichgrossen Zink-Kupfer-Kettc, obgleich die absolute Stärke jener noch immergrösser hlieh, als dieser, so weit sich die Messungen mit dengebrauchten Apparaten fortsetzen Hessen . Durch fernere Ver-suche überzeugte sich Poggendorff 1 indess, dass diese Ursa-che keineswegs die einzige sey, denn die Bestimmung derelektromotorischen Kruft ergab, dass auch diese grösser sey,als hei der Zink - Kupfer-Kette.
Später wandte namentlich Sturgeon 2 gusseiserne Cylinderan, an welche ein dicker Messingdruht augelöthet wird, umdie massive amalgamirtc Zinkstange zu tragen, die in denCylinder herabhängt uud zur Vermeidung der Berührung untenmit einem hölzernen Ringe versehu ist. Als Säure dient Schwe-felsäure mit dem Achtfachen des Gewichtes Wasser verdünnt,welche allerdings viel Wasserstoffgas entwickelt uud es dahernöthig macht, die zur Batterie vereinten Cylinder in einen Ka-sten zu setzen, diesen mit einem Deckel zu verschliessen unddas Gas durch eiue Röhre abzuleiten. Nach der Uuautität desin gleichen Zeiten zerlegten Wassers soll diese Säule unterallen die wirksamste seyu.
Diese Eiscnsäulcu bestaudeu insgesammt aus zwei Erre-gern und einer Flüssigkeit, man hat aber auch solche mit zweiFlüssigkeiten coustruirt. Dieses geschah wohl zuerst durchPOGGENDORFF 1 2 3 hei seiner Prüfung des elektromotorischen Ver-haltens des Eisens, indem er mit 12 Th. Wasser verdünnteSchwefelsäure und reine Salpetersäure von 1,19 spec. Gewichtanwandte, die durch ein poröses Gefäss getrennt gehaltenwurden. Der merkwürdige Umstand, dass mit diesen Säurendie Kraft der Ketten aus Zink -Platiu 9,9, aus Eisen-Platin1,5 und aus Kupfer - Platin 10,3 betrug, erklärt sich daraus,
1 Dessen Ann. Bd. LI1I. S. 436.
2 Annals of Electricily. T. V. p. 66.S. 372. 380.
3 Dessen Ann. Bd. LIII. S. 442.
Poggendorff Ann. Bd. LI.