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Sachregister.
kein hervorgebracht werden, durch Fäden, die mittelst Ge-wichten angezogen wurden, bewerkstelligte. Die unterenStimmbänder geben bei enger Stimmritze durch Blasen von derLuftröhre aus volle und reine Töne, die aber durch die obe-ren Stimmbänder und den Kehldeckel, welche gleichfalls mil-schwingen, stärker werden. Die Töne entstehn am leichte-sten, wenn der hintere Theil der Stimmritze geschlossen ist,sie bleiben sich aber auch ohne dieses hei gleicher Spannungder Stimmbänder gleich, ohne Einfluss der grösseren oder ge-ringeren Weite der Stimmritze, auch geben ungleich gespannteStimmbänder in der Uegel nur denselben Ton. Stosscn diegleich gespannten Stimmbänder heim Schwingen an einem Thcilcihrer Lauge au einander, so entsteht ein höherer Ton, und beigeringer Spannung derselben sind die Töne klingender, wennsie sich berühren, als wenn sich eine enge Oefluung zwischenihnen befindet; in beiden Fällen aber bleibt die Höhe unverän-dert, welche fast ganz von der Spannung abhängt, ohne dassjedoch dabei das fiir künstliche Membranen aufgefundenc Ge-setz der Quadratwurzeln der spannenden Kräfte Anwendungfindet. Die Töne lassen sich durch Spannung um etwa zweiOctaven erhöhen und werden darüber hinaus schreiend undunangenehm; durch künstliche Erschlaffung derselben mittelstzuriickdrückender Gewichte lassen sich dann noch Töne her-vorbringeu, die über eine Octave tiefer sind. Merkwürdig istdas Ergcbniss, dass sich bei schwacher Spannung der Stimm-bänder zwei ganz verschiedene Register hervorbringen lassen,nämlich die tiefen Töne der Hruststimme, die höheren und diehöchsten der Falsctstiinine; hei einiger Spannung kommen stetsFalsettöne zum Vorschein und Brusttöne hei grosser Abspan-nung, bei schwacher Spannung werden beide Arten durch dieStärke des Blascns bedingt und der Falsettou kommt hei ganzschwachem Blasen leicht zum Vorschein. Die hohen Töne sindübrigens keine Flageolettöne, wobei ein Theil des tönendenKörpers einen Knoten erhält, vielmehr werden beide Registerdadurch bedingt, dass bei den hohen Tönen nur die Ränderder Stimmbänder, bei den tiefen die ganzen Stimmbänder mitgrossen Excursioneu lebhaft schwingen, wie zuerst Lehfeldtbeobachtet hat. Zur eigentlichen Erzeugung dieser beidenArten von Tönen sind also die übrigen Theile des Sprachor-gans nicht erforderlich. Der Unterschied der Höhe der Töue