545
Schlag.
so kann man aus der hierzu erforderlichen Elektricitätsmeugcden hei der ersten Entladung verschwundenen aliquoten Theilder Ladung finden. Eine abermalige Versuchsreihe zeigte, dassdie hei der ersten Entladung verschwindende Elektricitätsmcngedieselbe ist, der Stromleiter bestehe aus gut oder minder voll-kommen lcitciidcu Metallen. Es mag hier noch bemerkt wer-den, dass uuter den günstigen Bedingungen, namentlich derTrockenheit der Luft, unter deuen diese Versuche angestcllt11
wurden, nahe — der ganzen Ladung heim ersten Funken ver-10
schwanden, wenn nicht bloss die metallenen Leiter, Kupferoder Platin verändert, sondern auch die Kugeln des Entladersmit kleinen Scheiben vertauscht oder der Schliessungsbogcndurch einen Zwischenraum von 0,3 Lin. zwischen zwei Ku-geln unterbrochen wurde. Macht man hiervon eine Anwen-dung auf das gewöhnliche Entladuugsverfahren, wobei die Ku-gel des Entladers der Kugel der inneren Belegung successivbis zur Berührung genähert wird, so folgt, dass bei der Ent-fernung beider Kugeln = d zuerst der Ladung verschwiu-
lo
2
den, und die Kugel muss daun bis — der anfänglichen Ent-
fernung näher kommeu,
11 2durch welche — X Jg
damit ciue zweite Entladung erfolgt,der Ladung verschwindet; bei einer
weiteren Annäherung bis
( 2 \ 2 11
13/ X jg erfolgen.
d wird abermals eine Entla-Bei den Versuchen war die
anfängliche Entfernung 1,5 Linien, wonach die nachfolgenden
1,5; 0,23; 0,035; 0,0055
gewesen seyn würdcu, die sich sehr bald der Berührung nä-hern. Aber selbst die erste Entladung ist nicht instantan, wiesich daraus ergiebt, dass ein grösserer Theil der Ladung zu-rückbleibt, wenn durch den Funken ein Theil des Leiters zer-stört und dadurch der Strom unterbrochen wird. Wurde indeu Leiter des Stromes eine Glasröhre mit Wasser eingeschal-tet, deren Länge 8,3 Zoll, Dicke 4,5 Lin. betrug und derenEnden mit Kupfer eingefasst waren, von welchem Spitzen indas Innere liineiuragten, so war die bei gleicher SchlagweiteReg. Bd, zu Gehler’s Wörtcrb. M nt