Thcrmophon. 635
rücksichtigung vcrdicut. Dasselbe bestellt aus einem kupfer-nen, 5 Z. 10 L. par. langten prismatischen Körper, dessenQuerschnitt ein Fünfeck bildet. Die Basis hält 11,4 Lin.,beide hierauf errichteten Seiten 1 Lin.; die beiden, mit letz-teren einen stumpfen Winkel bildenden Seiten würden 7 Lin.Länge haben, allein sie sind durch einen 2 Lin. breiten und1 Lin. tiefen Einschnitt getrennt, so dass die Figur statt desdurch ihre Vereinigung gebildeten stumpfen Winkels vielmehreinen einspriugeuden fast rechten Winkel erhält. Es ist nachandern, mir bekannten, Exemplaren keineswegs nüthig, dieseDimensionen genau einzuhalten, indess gehen sie eine gewisseNorm; aber eine angemessene Dicke des Apparats und die derLänge nach eingeschnittene Furche sind auf jeden Fall zumbesseren Gelingen der Versuche erforderlich. Zu diesem Pris-ma gehört ein Halhcylindcr aus Blei von 3 Z. 3 Lin. Längeund 15 Liu. Durchmesser, welcher mit seiner convexen Flächenach oben mittelst zweier, au seinen Endflächen festgenagel-ter, 0,5 Lin. dicker, 2 Z. 6 Lin. hoher und unten 2 Z. 9 Lin.breiter Fiisse einen festen Stand erhält. Wird das bis etwazum Siedepuuctc des Wassers erhitzte Prisma mit seiner ein-gesebnittenen Fläche quer über den Cylinder gelegt, so ge-wahrte man deutlich longitudinale Oscillationen, die mit denPulsationen des erzeugten Tones zusammcnfallcu, die hiervonunabhängigen, den Ton erzeugenden Vibrationen lassen sichaber am besten durch einen bis 12 Z. und darüber langenGrashalm sichtbar machen, welcher quer über das Prisma ge-legt in Bebnngeu geräth und eine drehende Bewegung zeigt,ohne dass jedoch seine Länge jemals ganz mit der Längenaxedes Prisma’s parallel wird. Dass das eigentliche Tönen auf-hört und man nur das fortdauernde Beben wahruimmt, wennman den Träger vom Tische aufhebt und frei in der Handhält, dass also der vernehmbare Ton durch die Resonanz (wiebei den Stimmgabeln) bedingt wird, kann nicht auffallen, destoauffallender ist die ungleiche, aus dem Grade der Erhitzungnicht abzuleitende Höhe des Tones und der Umstand, dassneben dem Haupttone zuweilen noch ein höherer Nebenton vor-handen zu scyn scheint. Nicht selten hört mau, vorzüglich imAnfänge des Versuchs, auch Kiirrtüne. Der Apparat fährt fortzu tönen, wenn seine Hitze auch bis unter den Siedepuuct, janach Schätzung bis auf 50° C. herabgegangen ist. Die Höhe