OOS
Sachregister.
Versuche, dass für Elektroden aus dem nämlichenMetalle, wenn alle übrigen Bedingungen gleich sind, dieErhöhung der Temperatur sieh umgekehrt wiedie vierte Potenz des Durchmessers verhält.
BECQUEREL unternahm zugleich, die durch den elektrischenStrom in Flüssigkeiten erregte Wärme zu messen, worübersehr wenige Resultate bekannt sind und wobei zugleich diechemischen Actionen sehr bedeutende Schwierigkeiten in denpjg Weg legen. Als Apparat diente der oben beschriebene, mit
55. der Abänderung, dass er in den Kasten b 1/ h" b w statt des
kupfernen Gefässes C ein anderes eiusetzle. Dieses bestandaus einem Becher von dünnem Platin, welcher ungefähr 25Gramm Wasser fasste. Durch die Tuhulatur B des Deckelswird ein empfindliches Thermometer T herabgesenkt, durchdie beiden engen Glasröhren I, t' aber gehn Mctulldrähte, andenen die Blechstrcifen L, 1/ hängen. Um den Becher istein Metalldruht f V geschlungen, dessen Ende d in das Queck-silbernäpfchen a"" gesenkt wird, das andere in a"'", so dassder elektrische Strom vom einen Pole durch den Becher unddessen Flüssigkeit zu den Elektroden L, 1/ und dann durchdas Ende d' zum entgegengesetzten Pole gelangt. Nach die-ser Vorrichtung steigen die entwickelten Gase durch die Flüs-sigkeit auf und theilen dieser ihre Wärme mit; allein um demWärmeverluste durch Gasification zu entgehn, wählte Becque-rel den einfacheren Weg, indem er den Becher statt mit Wassermit der Auflösung eines .Metallsalzes füllte und die Elektrodenso wählte, dass das Metall au ihnen reducirt wurde, indem erdas Ende d (oder vielmehr beide durch die Röhrchen t undt r geleitete Elektroden) mit dem negativen, das Ende d' mitdem positiven Pole der Säule verband. Fände hierbei Wär-meerzeugung durch Chemismus statt, so müssten sich, meint er,die entgegengesetzten Wirkungen am Becher und an den Elek-troden compcnsiren.
Bei einer Reihe von Versuchen waren iin Becher vorhandcu4 Gramm krystallisirtes schwcfelsnurcs Kupfer in 24 Gr. de-stillirten Wassers gelöst. Diese Masse nebst dem Becher, demThermometer und dem Rheophore, alles auf Wasser reducirt,betrug im Ganzen M = 25,412 Gramm. Die Berechnung dererhaltenen Resultate auf die oben angegebene Weise gab dannfolgende Grössen: