I. Lage, Gränzen und Größe.
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beiden Diagonalen ist die größte, eine in einem Winkel von etwa80 Grad jene schneidende, deren Endpuncte die SüdwestgränzedeS Fürstenthums Liechtenstein und die Nordost-Spitze von Pom-mern sind; ihre Länge beträgt Einhundert und vierzig Meilen.
Der Durchmesser, gerade von Süd nach Nord genommen,giebt eS ebenfalls mehrere von verschiedener Größe. Don Mtter-burg, im Gouvernement Triest, bis nach wollin sind neun Brei-tengrade, oder Einhundert fünf und dreißig Meilen; von derGränze von Tirol, südlich von Lienz bis wioniar, sieben Breiten-grade, E!nhund«t und fünfzehn Meilen; von Basel bis zumIahdc-Busen sechs Breitengrade, neunzig Meilen.
Der Umfang oder die Läng« der ganzen Gränzlinie, mit allenEin- und Ausbeugungen, beträgt gegen sechshundert Meilen.Von diesen kommen sechs und dreißig Meilen auf die KüstendeS Teutschen Meeres, drei und achtzig auf die des Baltischenund vierzig auf die deS Asiatischen.
Der Flächeninhalt sämmtlicher, zum Teutschen Bunde ge-hörenden Länder, nach der unten im letzten Abschnitte befindlichenUebersichtstafel derselben im Einzelnen, ist 12093 geographischeQuadrat-Meilen.
Dieses ist die Lage, die Ausdehnung und der Umfang desheutigen TeutschlandeS als eines politischen Ganzen, dessen eben-falls politisch bestimmte Gränzen im letzten Abschnitte dieses Bu-ches ausführlich angegeben werden sollen.
Verschieden von diesem, aus einem künstlich zusammengefüg-ten Staatenbunde bestehenden Teutschland, dem neuesten Ergeb-uisse deS jüngsten Actes einer Reihe von Weltbegebenheiten, ist«in natürliche« Teutschland, d. i. ein durch Gestalt und Beschaffen-heit des Bodens, GebirgS-Stellung, Flußlauf u. s. w. zusam-mengehörendes Ganze, welches ewig besteht, und dem schon ingrauer Vorzeit ein Gesammtname gegeben ward. Verschiedenist davon auch ein volkothümliches Tcutschland, d. i. der ganzeLänderbercich, über welchen Teutsche Sprache und Sitten seitlanger Zeit verbreitet sind, deren Spuren vielleicht erst nach dem
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