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II. Natürliche Beschaffenheit.
den Genfer See beugt sich der Hauptrücken der Alpenkette nachOst, welche Richtung die Hauptkette bis an das östliche Endevon Teutschland und weiter behält.
Den verschiedenen Theilen der Kette hat man folgende Na-men gegeben:
Meer-Alpen, vom Col Ferret bis Monte Viso. -
^attische Alpen, vom M. Viso bis Mont Eenis.*
Drajischc oder Graue Alpen, vom M. E. bis zum Montblancoder eigentlich zum Col de Bonhomme.
Penninische oder Äohe Alpen, vom C. de B. bis zum MonteRosa oder Simplon.
Lepontische Alpen, vom S. bis zum Dernardin.
Rhätische Alpen, vom B. bis zur Dreiherrenspitz und demGroßglockner.
Norische Alpen, von der Drhsp. auf der linken Seite der Draubis nach Ungarn.
Rarnjschc Alpe«, der Zug zwischen der Drau und der Saubis zum Terglou.
Julische Alpen, vom Terglou zwischen der Sau und Kulpa biszum Klcck bei Zeng.
Tinarjsche Alpen, vom Kleck bis Sophia, wo die Kette in demGebirge des Hamus und Balkan fortsetzt.
Die höchsten Theile dieses Gebirges ragen über die Linie desewigen Schnees und Eises empor, und eine große Zahl ihrerhöheren Thäler ist mit Gletschern besetzt, aus denen die bedeu-tenderen Flüsse entspringen. Die Linie deS ewigen Schnees liegtin den Alpen in der Höhe von 7800 bis 8100 Pariser Fußüber der Meercsfläche. Das bedeutende Schwanken ihrer Lagevon 300 Fuß wird durch die verschiedene Lage und Abdachungder Berggipfel und Abhänge, wie durch die Richtung der Thälerund ihr Verhältniß zu den herrschenden Winden hervorgebracht.
Da die gegenwärtige Beschreibung nur dem Teutschen Bo-den gewidmet ist, so hat sie mit den ersten und letzten der obengenannten Theile der Alpenkette sich nicht zu beschäftigen. Indemsie von den übrigen die Richtung und ihre vornehmsten Gipfel