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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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1. Gestalt der Oberfläche. >>. Osttcutsche Gebirge. 35

Westl. vvm Iablunka-Haß, vom wisokabcrge aus längs dem nörd-lichen Ufer der untern Breczwa und dem südlichen der Oder biszu den Quellen dieser letztem, gegen Westen absondert, und dasganze Flußgebiet dieses Stromes von dem der March, und soSchlesien von Mähren, weiterhin aber das Gebiet der Oder vondem der Elbe, und dadurch Schlesien von Böhmen scheidet. 3nihrem südlichen Theile erreicht sie noch keine große Höhe; erstin der Mitte der Gränze des Fürstenthums Jägerndorf steigtsie beträchtlicher empor-mit dem Allvater 4200; dann auf derGränze von Mähren und Glatz mit dem Hundorü'ckcn und Schnee-berg 4300. Darauf folgt das Habelowcrthcr Gebirge mit der HohenUlensc 3200; zwischen beiden entspringt die Neiße. An letztere«stößt nördl. die Hcuschcucr 2900, dann der Höhenzug zwischenBraunau und Adersbach, bekannt durch die abentheuerlichen Fels-gestalten des Sandsteins von AderSbach, dessen nördliches Endeden Uebergang zum Riescngcdirge (Sudeten) macht, und wo dieEibe entspringt. Das Ricscngebirgc ist der höchste Theil dieserganzen Kette, deren Rücken jedoch auch in den höchsten Punctendie Region deS ewigen Schnees nicht erreicht. Die höchsten, aufdem Kamme des Niesengebirges stehenden Gipfel sind: die Schnee-koppe oder Ricscnkoppc 4900, Meine Sturmhaube 4600, Mädel-stein, Große Rad 4700, Große Sturmhaube 4600, davon in N.der Rynast 1800, veigelstein, Aeifträ'gcr 3900. Darauf folgtdas Isergcbirge bis zur Taftlfichte 3400, mit welcher ein neuesVerhältniß der GebirgSgestalt eintritt.

Indem nämlich die Fortsetzung dieses HöhenzugeS in gleicherRichtung nur eine unbeträchtliche Erhöhung des Bodens zwischendem Queis und der Neiße bis in die Gegend zwischen Laubanund Görlitz bildet, wendet sich die Richtung der Hauptkette aufeine kurze Erstreckung gerade gegen Süd, und dann an der Quelleder Neiße gerade nach NW., zieht sich südl. von Zitlau vorbeigegen Gcorgenthal und Kreywitz, wo sich der Oybin 1600 aufderselben erhebt, dann nördl. um Rumburg bis zu den Quellender Spree, und sendet von da aus, als Wasserscheide zwischendieser und der Oder, eine nicht beträchtliche Erhöhung des Boden«gegen NO>, wo noch einige isvlirte Basallberge die letzten den

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