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H. Natürliche Beschaffenheit.
Polnischen Ebenen ««flächenden Landrücken begranzt, und inNorden sich gegen die Teutsch - Baltischen Ebenen verflachendund ausbreitend.
o.
Die Gebirgssystenie öes Annern von Deutschland.
Den größten Einfluß auf die Gestalt und die Abdachungs-Verhältnisse des mittlern oder innern Teutschlandes haben dieFortsetzung des Böhmcrwald - Gebirges in seiner nordwestlichenVerlängerung, und das Juragebirge in seiner nordöstlichen Fort-setzung. Verlängert man die Streichungslinie des BL'hmerwaldeonach NW., und die des Iuragebirgco nach NO-, so bildet dieerste Verlängerung den Thüringerwaid und die letztere das Erz-gebirge; beide aber kreuzen sich im Kchtclgcbirge. Diese Kreu-zung macht das Fichtelgebirge zu einem merkwürdigen Gebirgs-knoten.
Der Zug deo Jura.
Das Iuragebirge beginnt südwestlich vom Genfer See, undläuft in nordöstlicher Richtung bis Basel und Schaffhausen, woeS, vom Rhein gänzlich durchschnitten, seinen Namen verliert.Dieses aus einer eigenthümlichen Art secundären Kalksteins be-stehende Gebirge hat, vornehmlich in dem zwischen dem Nhüne unddem Rhein liegenden Theile, eine ganz eigenthümliche Gestalt.Es besteht aus mehreren langen, von SW. nach NO. pa-rallel laufenden Rücken, durch große Langenthalec geschieden, undnur von wenigen, weit von einander liegenden Querthälern durch-schnitten. Diese Bergreihen sangen schon an, sich in dem fran-zösischen Departement du Doubs zu zeigen, und werden mit An-näherung an die Schweiz immer regelmäßiger. Die den Schwei-zerischen Boden treffende, am Weitesten gegen W. liegende Reiheläuft von Pontarlicr im Deport, du Doubs aus, und macht zumTheil die Gränze zwischen Frankreich und Neufchatel; ihr höchsterPunct ist der Pouilterel 3900 bei Ehauxdefond, welcher Ort zwarim Längenthale aber doch selbst 3158 F- über der Meeresflächeliegt. Dieser Zug verzweigt sich weiter nördl. zwischen dem Doubs,