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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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55
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1. Gestalt der Oberfläche. 6. Westteutsche Gebirge. 55

Der Odenwald und der Spessart.

Zwischen Weinheim und Zwingenberg fängt der Odenwaldan; so heißt dort der Bergzug an der Bergstraße und der von ihmnach Nordest ausgehende Zweig, der sich bis zum Mayn in dieGegend von Miltenbcrg und Klingenbcrg erstreckt. Seinen west-lichen Anfangspunct bezeichnet der Mclibocuo 1756; andere be-Merkenswerlhe Höhen in demselben sind: der Katzenbuckel 1986,5'cloberg 1680, Ara'hberg 1736, Lulbachcrbcrg 1553.

Diesen Bergzug durchbricht zwar der Mayn bei den genann-ten Orten, aber er setzt jenseit dieses Durchbruchs in wenig ver-änderter, nur etwas mehr nordwärts gebogener Richtung fortunter dem Namen des Spessart. Der Anfang desselben ist M!l-tenberg in den Fürstlich-Lciningenschen Besitzungen, gegenüber derLngcloberg und weiter nördl. die Hohcwart und der Dcicrobcrg.

Auch noch weiter nordwärts ist die Fortsetzung dieses Höhen-zugeS deutlich zu verfolgen in der Höhe, die sich zwischen demMayn und der Hanauer Kinzig wasserscheidend durchzieht, östlichvon Bieder, Orb, Saimünster und Steinau vorbei bis zu demsüdwestlichen Fuße des Rhongebirgco; und östl. von Schlächternläuft zugleich ein Arm nach W. zum vogclobcrg.

Dao Rhöngebirgc.

Dieses ausgezeichnete, aus Phonolith, Basalt und wahrenLaven bestehende Gebirge erhebt sich zwischen der Sinn und denQuellen der Fulda mit den Anhöhen nördl. von dem BadeorteWrückenau. Dem Aucrobcrg, von welchem ostwärts der Schwarze,Berg und der Heilige Lreuzbcrg 2888, dann nördl. das Dannncro-feld, Altcberg, Lierhauk, Schwabenhinnnel, Hlnnneldank, Stellbcrg,Sturinberg, wachtkiippcl, lpferdokopf, die große wasserkuppc 2952bei Abtsrode, der höchste Gipfel im Rhöngebirge, die großen Mooreauf den höheren Theilen, das schwarze und das rothe, und end-lich die tliilzeburg, wegen ihrer Gestalt auch die Todtcnlade ge-nannt, sind die ausgezeichnetesten Puncte dieses, durch sein weithin zu sehendes groteskes Profil charaktcrisirlcn Gebirges.

Das breite Thal der Werra mit den dort in dasselbe aus-gchenden Thälern der Felda und Ulster trennen das nördliche Ende