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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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60 II. Natürliche Beschaffenheit.

bergen, Drachenfels 1473, wolkenbcrg 1482,'wenburg 1896u. s. w.

Die letzten Sohcnzü'ge in Norden des westlichen Gcbirgo-Systemo.

Das Streichen der Höhcnzüge auf der östlichen Seite desRhein von SW. nach NO. behauptet sich noch weiter gegenNorden. Zwischen den zur Weser gehenden Flüssen Edder undDiemel, der dem Nhein zufallenden Sieg und der Lerne, einemNebenflüsse der Ruhr, zieht sich in dieser Richtung ein HöhenzugauS dem Fürstcnthum Waldeck bis gegen Siegburg. Der östlicheTheil davon heißt das Rothhaar - Gebirge. Der Höhenzug deSSauerlandco auf dem rechten, und das kleine Lbbegebirge aufdem linken Ufer der obern Lerne bilden, ersteres einen Ausläufer,letzteres einen durch den genannten Fluß davon getrennten Neben-zug desselben. Das ganze höhere Land zwischen diesem Zuge unddem Rhein wird von der Schweln, tief durchschnitten. Als Fort-setzung desselben bis an das Nheinthal kann man das Äassclingobei Schwelm und den Höhenzug nördl. von Elberfeld betrachten.

Gegenüber auf dem westlichen User des Nhein verflacht dasLand sich schon von Köln an beträchtlich. Nur unbedeutende Er-hebungen ziehen sich, immer flächer werdend, aus der Gegend derEifel nach Norden, und scheiden die dem Rhein in flachen Thä-lern zufallende Erst von der der MaaS zufallenden Noer.

Auf der östlichen Seite deS Nhein hingegen setzt höheresLand viel weiter nach Norden fort; der so eben erwähnte kleineHöhenzug nördl. von Elberfeld ist auf dieser Seite noch nicht derletzte. In Norden der Ruhr und hart an ihrem rechten Ufererhebt sich der Boden in einem langen Zuge, von West nach Oststreichend. Man kann sagen, Laß er gleichsam vermittelnd ein-tritt, einen Uebergang zu bilden auS dem von SW. nach NO.gerichteten Streichen der Gebirgszüge im Systeme des westlichenLcutschlandes zu dem von SO. nach NW. gerichteten Streichenim östlichen Systeme. Der östliche Anfang dieses Zuges ist dieGegend zwischen dem warburger Walde und den Quellen der Die-mel, Lippe und Ruhr, die er scheidet. Bon da zieht er sich