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II. Natürliche Beschaffenheit.
ter denen der vom Oetscherberge kommende Lasrngbach wegen einesWasserfalles von der Höhe von 271 Wiener Fuß bcmerkenswerthiff. Bei Weiteneck fällt der Donau l. ein zwischen Altenmarktund Neukirchen entspringender Bach, dann oberhalb Molk r. dermölkbach und unter Mölk r. die Dilach zu, die zwischen demHochstadt und Tcaiscnberg entspringt. Bei Krems kommt zurDonau l. dieRrcmo aus der kleinen Krems von Kirchschlag undder großen von Traunstein zusammen, und durch das schöne Krcms-thal fließend, das ehemals das goldene Thal genannt wurde.Hier folgt wieder eine inselreiche Strecke des Stromes; das Haupt-thal erweitert sich auf beiden Seiten bis nach Greifenstein, wo derGebirgsarm des Wiencrwaldes bis an das rechte Ufer vortritt.In der Mitte der nur erwähnten inselreichen Strecke kömmt zurDonau r. die Traisen oder Trafen vom Traisenberg, nahe an derSteyermärkischen Gränze. Diese wird verstärkt r. durch den Bachvom Premeck und Gippclberg, dann durch den »Fellbach, und gehtohne weitere Zuflüsse über St. Pölten zur Donau.
Eine Meile tiefer erhält die Donau l. einen großen Zuflußdurch den Ramp. Dieser hat seine entfernteste Quelle in W. amGreinerwald bei Neustift, geht von da erst nach O-, dann nachAufnahme l. des Rleincn Ramp gegen N. bis Zwettel, da ihm l.der gleichnamige Fluß zufällt und seinen Lauf wieder nach O.bestimmt. In dieser Richtung geht der 2 ta»ip bis zur FestungNosenberg, empfängt l. den Bach von Perneck und Horn, undwendet stch gerade südlich zur Donau am westlichen Ende desMannhartbergS vorbei. Zwei Meilen tiefer im Tullner Feldenimmt die Donau r. den pcrschlingbach auf, dann bei Tuln r.einen Bach, der an der Westseite des WienerwaldeS entspringt.Unterhalb Tuln, wo sich wieder die Inseln im Donaubette meh-ren, kommt ihr l. die Schmieds zu, ein östlich von Horn ent-springender, den Mannharlsberg in Norden umfließender Bach,dem diese Höhe r. viele Seitenbäche zuschickt. Vor seiner Mün-dung vertheilt er in der Niederung sich in mehrere Arme vonTuln bis Greifenstein. Der letzte bedeutende Zufluß, den dieDonau oberhalb Wien l. erhält, ist der Göllerobach, bei Gun-tersdorf, wenig südlich von der Gränze MährenS entspringend.