2. Wasservcrtheilung. s. Zuflüssez. Teutschen Meere. 123
Umgebung, um bald ihren berühmten Namen in den Wellen derElbe zu ertränken. Vor der Vereinigung empfängt sie noch l.zwei kleine Nebenbäche, den Zakolancc- und den Rothen Bach. Siefolgt der Richtung des letzter» gerade nach Osten, und stürzt sichüber Melnick in die Elbe. Die Moldau ist von BudweiS anschiffbar.
Von Melnik aus verfolgt die Elbe ihren Lauf in unverän-derter Richtung, wird auf eine kurze Strecke Gränzfluß zwischendem Nakonitzer und Leutmeritzer Kreise, wendet sich alsdann scharfgegen SW. nach Raudnitz, und dort wieder nach NW. zwischenTheresienstadt und Leitmeritz, wo sie l. die Lgcr aufnimmt.
Die Lgcr entspringt im Fichtelgebirge zwischen dem Schnee-berg und dem Großen Waldstein über Weißenstadt, und behauptetihren Lauf gegen OgN. mit wenigen Abweichungen bis nahe anihrer Münduna. Sie nimmt, ehe sie Böhmen erreicht, mehrereBäche auf, Munter l. die Selb von Asch her; tritt bei Hohen-bcrg in der Vertiefung, welche zwischen dem Uebergange des Fich-telbergs in den Böhmerwald einerseits, und in das Erzgebirge an-dererseits gebildet ist, nach Böhmen ein, und durchstießt den En-dogener Kreis ziemlich in der Mitte, wo sie viele Zuflüsse erhält,l. die Forteilen, die Sooser, die Flcincn, r. den wandrcbach, l. dieLcubitsch bei Königsberg, die Zwoda, r. unter Karlsbad die Tcxclvon Kloster Tcpel im Pilsener Kreise, dann l. den Saubach beiSaatz, etwas weiterhin r. den Doldbach, bei Postelberg l. denDach von Kommotau. Eine Meile über ihrer Mündung wendetsie sich nach N. derselben zu.
Eine kurze Strecke nach Aufnahme dieses Flusses durchschnei-det die bis dahin westwärts fließende Llbc in der Richtung nachN. daS Mittelgebirge, aus welchem sie bei Außig vortritt, wo ihrl. die Bila zufällt, die im Erzgebirge am Adelsberg und Wiesel-stein entspringt, und ihren Lauf über Brüx und Bilin nimmt.Die Elbe wendet sich von da nach O. und NO. an der Fort-setzung des Mittelgebirges hin, die im Süden bleibt, und geh'dann mit nordwärts gerichtetem Laufe über Tetschen zur Sächsi-schen Gränze, wo sie am östlichen Fuße des Tschernsteinberges