134
II. Natürliche Beschaffenheit.
zu einem, und von hier an eine Viertel- bis ein« halbe Meilebreiten Strome vereinigt, fällt ihr l. von Vuxtehude die Este zu;weiterhin auf derselben Seite die Aue und die Schwinge, und r.aus Holstein die pinnau mit der Tinnau, Rrückau, und unterElückstadt von Jtzehoe her die Stocr mit der Schwalau undZZünzcrau; endlich nahe an der über Eine Meile breiten Mündungbei Neuhaus l. die Mste, die an der Gränze zwischen den Her-zogthümern Bremen und Verben entspringt, und die Rannzc,Dcircr und Mehc aufnimmt, auch mit der Schwinge durch einenCanal in Verbindung steht. Ganz zu äußerst ergießt sich noch beiOtterndorf l. die kleine Meine mit der Aatschbach in die Elbe.
Von Hamburg abwärts bis zur Mündung ist die Elbe halbFluß, halb Meerbusen; Ebbe und Fluth äußern ihre Wirkung bisan diese große Handelsstadt. Sie bildet dort noch einige Inseln,die größte Glücksstadt gegenüber, den Krautsand am Nehdinger-lande. Vor der äußersten Mündung und nach der der Weser zuliegen viele Sandbänke, aus denen sich die Insel Ncuwcrk, zweiMeilen von Cuxhaven, erhebt.
Die Weser.
Die Weser erhält ihren Namen erst bei der Vereinigung ih-rer beiden Hauptzuflüsse, der wcrra und derLulda, von denen diewerra der beträchtlichste ist.
Die wcrra.
Die wcrra entspringt im östlichen Theile des Thüringer-waldes, an der Stelle wo das mit dem Fichtelgebirge zusammen-hangende Lhonschieftrgebirge aufhört und der Pörphyrzug anfängt,westl. vom Bleß, aus mehreren Quellen, deren höchste zwischenMasserbergen und Friederichshöhe die nasse und die trockne wcrrageben. Bei Schwarzenbrunn vereinigen sich diese, und einige weitergegen Osten im Thonschiefcrgebirge entspringende Bäche, welcheetwas Goldsand führen, wie die ihnen gegenüber auf dem nörd-lichen Gebirgs-Abhänge entspringende Schwarze. Von da fließtdie wcrra westwärts nach Eisfeld und Hildburghausen, von woaus sie sich mehr nordwestwärls wendet. Oberhalb Themar fällt