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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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136 N. Natürliche Beschaffenheit.

zwei Meilen über Eassel behauptet. Die wcrra scheint daherschon dort zur Vereinigung mit der Fulda bei Nothcnburg zustreben; aber die Höhen von Fciedewald, eine Fortsetzung dersich zwischen der Ulster und Saune von der Nhön aus gegen N.ziehenden basaltischen Erhebungen, liegen vor, und die wcrra mußsich im rechten Winkel nach NW. wenden. Sie behält auch dieseRichtung bis nach Mihla unterhalb Äreuzburg, und schneidet denThücingerwald an seinem Nordwestende ab, der ihr noch mehrereBäche zusendet, die Suhl, die Lllna und bei Hörsel die ansehn-liche Sörsel, die an der Nordseite des, Thüringerwaldes zwischendem Sperchügel und dem Jnselsberg als Lein« entspringt, beiGeorgenthal durch Kunst mit der dem Saalgebiete zugehorendenApfclstä'tt in Verbindung gesetzt ist, vom Thüringerwalde dieLauchs, Luise und Ruhla aufnimmt, und zuletzt r. bei Eisenachdie im flächcren Thüringen westl. von Erfurt entspringende Mssc.

Bei Mihla trifft der Lauf der wcrra gerade auf den demThüringecwalde parallel laufenden Zug des Haynich, der sich dortan das hohe EichSfeld anschließt; sie muß daher eben so plötz-lich in ihre erste Richtung umkehren, die ihr auch von da anbis zur Bereinigung mit der Fulda bleibt. Bei Wanfried wirdsie schiffbar ohne Schleußen; ein im siebenzehnten Jahrhun-derte gemachter Versuch zu ihrer Schiffbarmachung höher auf-wärts ist ohne Erfolg geblieben. Zwischen Wanfried und Esch-wege fällt der Wcrra r. vom Eichsfelde die Fricdc zu, ein klei-ner Bach, und unter Eschwege l. die Sontra, ein starker Zufluß,der einen Theil der Gewässer aus der Gegend des MeißncrSund auch von den östlichen Höhen her aufnimmt. Die Verei-nigung der wcrra und Fulda erfolgt bei Münden in der male-rischen Gegend, welche der tiefe Thaleinschnitt am östlichen Fußedes Neinhardswaldes bildet.

Dic Fulda.

Sie entspringt im Nhöngebirge zwischen dem Pferdskopf undSchwabenhimmel-Berg über dem Flecken Gersfeld, und fließt an-fangs drei Meilen weit gegen W., dann erhält sie einen, imGanzen gegen N. gerichteten Lauf bis Eine Meile südl. von Ro-