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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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165
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2. Wasserverthei'lung. v. Zuflüsse z. Teutschen Meere. 165

angefüllt. Auf dem ganzen übrigen Theile des östlichen Ufersempfängt der See nur kleine Wasscrrinnen von den ihm nahetretenden steilen Abhängen des Rigi und den Höhen zwischenKüßnacht und Lucern.

Bei Lucern tritt die Rcuß aus dem See, eine halbe Meileweit nordwcstwärls fließend, wo sie l. die wald-Lmmen aufnimmt,die auch die kleine Lmnien genannt wird, im Gegensatz der der,Aar zufallenden großen Emmen. Ihre Quellen liegen im N.des Bcienzer Sees. An der Tristensirst kommt aus einem hoch-gelegenen kleinen See, das Arniscclein genannt, ein kleiner Bach,der mit einigen andern vereinigt, bald Lmnien, bald Fontannenheißt. Nahe an den Gränzen des Entlibuch sprudelt aus zweibis drei Quellen ein anderer Bach östlich vom Nesselstock hervor,und vereinigt sich mit ersterm; diese letzteren Quellen werden Lm-mcnsprung genannt. Hoch über demselben liegt im Berner Ge-biete über Brienz der Mapsce, der keinen sichtbaren Abfluß, aberwahrscheinlich eine unterirdische Verbindung mit den nicht weitdavon hervorsprudelnden Quellen der Emmen hat. Dir Lmnienfließt dann nordwärts nach Schupfen und Entlibuch, wo sie r.den Lntlcn-Vach aufnimmt, beugt sich dann ostwärts, und em-pfängt zwei Meilen über ihrer Mündung r. den Rümling undnoch einen kleinen Bach vom Pilatusberg. Die Reuß wendet sichnach Aufnahme dieses Nebenflusses nach NO., und erhält beiGislikvn r. einen unbedeutenden Zufluß aus dem sehr kleinenRothen See, nördlich von Lucern. Von da fließt sie nordwärts,und macht einige Meilen weit Gränze zwischen den CantonenZug und Zürich einerseits und Aargau andererseits. Bei Meeri-schwandrn entleert sich der Zugcr See in dieselbe mit dem Lorez-Flusse. Das Wassersystem dieses letztem ist folgendes. Vomnordöstlichen Abhänge des Rigi strömt ein Bach nach dem, jetztdurch den Bergfall des Rufsi vernichteten Ort Eoldau, und vonda nach Ober-Arth und Arth. Dort fangt der Zager See an,eine von S. nach St. gestreckte Alpcnkluft, zwei Meilen lang und«ine halbe breit, und in der Mitte durch das aus W., vortretendeBorgebirge Kiemen bei der bekannten Hohlen Gaffe verengt, längsdem westlichen Fuße des Nufsiberges. Seine östlichen Ufer sind