Buch 
Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
Entstehung
Seite
189
JPEG-Download
 

2. Wasservertheilung. c. Zuflüsse z. Teutschen Meere. 184

Seite nöthigen die Mosel ihren Weg bald rechts, bald links in denThaleinschnitten zu suchen, so daß fle oft der Hauptrichtung ih-res Laufes fast gerade entgegen zu fließen gezwungen wird. Aufdieser Strecke aber bieten eben diese vortretenden Höhen abwech-selnd die günstigsten Lagen zu Erzeugung des gerühmten MvselerWeines dar. Der nächste Nebenbach, den die Mosel l. aufnimmt,ist die Solm; daraus folgt Eine Meile über Bernkastel die LmsecMit der Leiser von Daun, ebenfalls mit der Rill, prüm u. s. w.parallel von N. nach S. fließend. Weiterhin unter Zelt von der-selben Seite die Als, dann r. der Denn, l. die Llz und endlich»och r. die Bey und der Lhrcnbach. Bei ihrem Eintcitte in denNhein, an der Nordseite von Coblenz, verbindet eine steinerneBrücke die Stadt mit dem nördlichen Ufer des Flusses, der dort536 Schritte breit ist. Dieses nördliche Ufer ist auf dem Pe-tcrsberge mit Festungswerken versehen, dem Kaiser-Franz-Werkund der Redoute Ncuendorf; auf der Südseite wird die Stadtdurch das Fort Kaisers-Alexander-Werk vertheidigt.

Vor den Felsen Ehrenbreitsteins vorüber macht der Nheinüber Wallendar nach Neuwied eine kleine Beugung westwärts.Dort liegen in demselben zwei große Inseln, Mcderwerth mit ei-nem Dorfe und Graf,werth; wenig unter diesen Inseln bciMühl-hofcn mündet r. der Sainbach, auf dem Westerwald entspringend,und unterhalb Neuwied bei Jrrlich, die wird, die gleichfalls imWesterwald entspringt, und von daher über Dierdorf den Holzbachaufnimmt. Ihrer Mündung gegenüber l. mündet in den Rheindie kette, die mit der ihr zufallenden Kitz von der Eifel kömmt.Oberhalb Linz nimmt der Nhein ebenfalls l. die Ahr auf. Dieseentspringt in der westlichen Fortsetzung der Eifel, und nimmt meh-rere Bäche auf, darunter bei Altenahr die Sahr. Die Ufer deSNhein, von Ehrenbreitstein an bis Andernach, bestehen theils nurin sanften Anhöhen, theils in ziemlich breit zurücktretenden Flächen,und das wilde Ansehen des Slromthals von Bingen abwärts istverschwunden. Bei Andernach aber erheben sich auf dem linkenUfer wieder steile Felswände, und auch aus dem rechten tretendergleichen wenigstens auf einigen Puncten bis an den Strom vor,wie bei Hammerstein und Rheinbrohl. Nur an der Mündung