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Teutschland nach seiner natürlichen Beschaffenheit und seinen frühern und jetzigen politischen Verhältnissen / von K. E. A. v. Hoff
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359
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V. Geographisch, politische Darstellung Teutschlands ic. 359

M haben die Besitzungen des Hauses Baden um mehr als dasdreifache vergrößert. Es erhielt folgende neue Ländectheile.

1- Von säcularlsirtcn Stiftern: die auf dem rechten Rheinuferliegenden Theile der BiSthümer Dascl, Straoburg undSpeyer,das Bisthum Lonstanz, die Abtei Rcichcnau und die PropsteiMeningen, die Abteien Salmannoweiler, Hetcrohausen, Än-gcnbach, Ddcnheim.

2. Bon Ländern weltlicher Fürsten: Bon Oesterreich die Land-grafschaft ileUcnburg, die vier waldsrädtc, das Dreiogau, dieMrtcnau, den Bezirk RadolfzcN; von Kurpfalz die AemterLadenburg und Brcttcn mit den Städten Mannheim undHeidelberg; von Hessen - Darmstadt die Hanau-Lichtenbcrgi-schen Aemter Lichten«» und lvillstädt, und von Nassau-Usingen die Herrschaft Lahr.

3. Die ehemaligen freien Reichsstädte: Ucberlingen, pfullcndorf,Vffenburg, Gengenbach und Zell a»> Hammerobach.

4. Der Badenschen Souverainetät wurden unterworfen: Be-sitzungen der vormaligen NeichSfürsten und Grafen von F»r-stcnbcrg, Leiningen, Löwenstcin - Werthen», -2dosenberg und-Freudcnbcrg, Salm-Rciffcrschcid, -Rrauthcini und Lepen.

Der größte Theil der Einwohner, und besonders in der süd-lichen größeren Hälfte deS Landes gehört zur römischen Kirche, einDrittel ungefähr zur evangelischen, in welcher wieder die refor-miere Confession das Uebergewicht hat. Das regierende HauS istevangelisch - lutherisch.

Die monarchisch - constitutionelle Berfassung ist durch ein«Urkunde vom I. 1818 begründet. Die Stände-Versammlungbesteht aus zwei Kammern. In der ersten sitzen die Prinzen desregierenden Hauses, die Häupter der standesherrlichen Familien,di« beiden obersten Geistlichen beider Eonseffionen, Abgeordnete derUniversitäten und de« AdelS und acht vom Großherzog ernannteGlieder. Die zweite Kammer besteht aus einer bestimmten Zahlvon gewählten Abgeordneten der Städte und Aemter.

DaS jetzt regierende, vormals Markgräfliche Haus Baden(Linie Durlach) stammt von den Grasen von Habsburg ab, die