372 V. Geographisch-politische Darstellung TeutschlandS ic.'
Weimarische Amt Ilmenau, an Schwarzburgische Besitzungen undan den Preußischen Regierungsbezirk Erfurt, in Norden an den»selben, und in Westen an Eisenach und Meiningen. Drei kleinegesonderte Bezirke davon liegen nördlich davon vom Preußische»umschlossen, eine Preußische Parcelle liegt im Innern von Gotha.Der südliche Theil, ein Stück deS alten Fürstenthums Coburg,liegt zwischen Meiningen und Baiern mit einem abgesondertenStücke, dem Amte Königsberg, in den Baierschen Unter-Mapn-kreis eingeschlossen.
Die Verträge vom Jahre 1816 theilten dem Herzoge vonSachsen - Coburg das Fürstenthum Lichtcnberg auf dem linkenRheinufer zu, das aus ehemals Trlerischen und Pfälzischen Be-sitzungen bestand, mit der Aussicht zu einem Austausche desselbengegen Lande an der Gränze der alten Besitzungen des Herzogs-Da diese Aussicht nicht realisirt wurde, so überließ der Herzogjenes Fürstenthum an die Krone Preußen gegen ein Aequivalentan Gelde. Es bildet jetzt den Kreis St. Wendel im Regierungs-bezirk Trier.
Die Religion des regierenden Hauses und der Einwohner istdie evangelisch-lutherische.
Im Fürstenthum Gotha besteht die alte landschaftliche Ver-fassung mit drei Ständen, Grafen (die Fürsten von Hohenlohe,welche die ehemals Gräflich Glcichenschen Bezirke als Standes-herren besitzen), Ritterschaft und Städten. Das FürstenthumCoburg hat im I. 1821 eine repräsentative Verfassung vonWohlständen erhalten, die in Einer Versammlung berathen.
Das regierende Herzogliche Haus ist die jüngste, im 1.1680abgetheilt« Linie der im I. 1640 von der Weimarischen geson-derten Gothaischen Hauptlinie.
Eintheilung. ^ Hauptorte.
Einwoh-
nerzahl.
1. Fürstenthum Gotha ....
2. Fürstenthum Coburg . . ^ .
Gotha
LhrdrufCoburgNeustadt a. d.Haide
13000
3380
8200
1380