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e- «ein verderbter Hof für serblende Finanzen neue Hilfs,
- »quellen suchte; wo das Ansehen der kanonischen Rechte und
t- »der kirchlichen Gewalt dem weltlichen Despotismus auf-«geopfert ward." —
t/ „Unsere Umstände bilden einen Kontrast mit dem Ver-e. «wögen dcS Volkes. Ein Volk, dessen Wohlstand vorzüglichl? «blühet, welches seinen Ucberfluß an Einkünften für närri->/ «sche und oft schädliche Bedürfnisse der Ueppigkeit inS Aus-
il «land liefert, welches mit seiner unerhörten und un er-träglichen Kleiderpracht (?) vor allen andernH- «Landvölkern EuropenS sich auszeichnet; wir sehen§ «Männer, die in 8 Jahren nicht soviel an Gemeinds- und«Landcsanlagcn bezahlen, wie viel ein einziger Kopfputz kostet,U> «den ihre Weiber am Sonntag znr Gsschau herumtragen"--u. f. f.
p Ferner heißt es: Soll dann das Volk, das gar nichtgi arme Volk, seine Seelsorger in Kontribution setzen? „ Sollen
r- «diese ihm die Zeche am Ende deö. verderblichen HandelS
id «zahlen helfen? — Wir hoffen also, E. Hochfürstl. Gnaden
ß- «werden aus dieser Betrachtung den Schluß machen: daß
tv «kein Klerus in der Welt besser als der St. Gallische ver-
«diene, bei dem Vorrechte der Immunität geschützt zur- tvcrd„, y.
» Der dritte Punkt berührt das Opfer deö Volkes bei derMesse, das als ein Mißbrauch eingestellt und mit einem^ äquivalent entschädigt werden sollte. Die Geistlichkeit drang» Ms theologischen Gründen auf die Beibehaltung des Opfers.
Wer lächelt nicht über diese Selbstgenügsamkeit, womit die^Eschen Geistlichen steh nicht nur der Klerisei der ganzen, ^ elt an die Seite setzen, sondern sogar vorziehen? Haben sie sich
.wa auf dem unermeßlichen Gebiete der Litteratur, sittlich-reli-S'oser Aufklärung, Volks- und Jugendbildung so sehr mit Ruhmh, Verdiensten bedeckt, daß ihnen (wie ehedem Kaiser Napoleon
rd Truppen zu F„ß dir erste Infanterie der ganzen Welt
r /"ute) das Prädikat — der ersten Klerisei der ganzen Weltgebührte?