Band 
Erster Band.
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Geschichte des Handels.

cher Philipp H. die Protestanten in den Niederlanden verfolgte, reizte diesezur Empörung. Durch die Königin Elisabeth von England unterstützt, rissensich 7 Provinzen von Spanien los und bildeten seit 1534 die Republik Hol-land. Antwerpen sank durch die Belagerung und Eroberung im Fahre 1585von seiner Höhe herab. Philipp, der sich ibSl zum Herrn Portugals ge-macht hatte, untersagte 1584 den Holländern, in Handelsangelegenheiten nachLissabon zu kommen und erneuerte dieses Verbot 10 Jahre nachher. Mit dergrößten Strenge wurde hierauf gehalten und eine Menge dort im Hafen lie-gender holländischer Schiffe wurden weggenommen. Den Holländern bliebdaher nichts anders übrig, als entweder gänzlich auf den Handel mit »Kindi-schen Waaren zu verzichten, oder diese direkt aus Indien zu beziehen Da-her vereinigte sich in Amsterdam eine aus einheimischen und eingewandertenaniwerpener Kaufleuten bestehende Gesellschaft zur Ausrüstung von 4 Schiffen,welche den 2. April l sss unter Houtmanns und Molenaers Befehl nach Ost-indien unter Segel gingen und mit reicher Ladung von dort zurückkehrten.Hierdurch aufgemuntert bildeten sich schnell ähnliche Gesellschaften, die nacheinigen Jahren unter der Benennung OKindische Compagnie in eineeinzige zusammentraten. Diese erhielt am 20. März 1KV2 einen Freibriefzum ausschließlichen Betrieb« des Handels nach Ostindien. <S, B S Abth. 19.§, 5.1 Bald wurden durch sie den Portugiesen Amboina und die Moluckenentrissen; wodurch Holland in den Alleinbcsitz des Handels mit Gewürzen kam.In ungefähr 20 Jahren befanden sich fast sämmtliche portugiesische Besitzungenin Ostindien in den Händen der Holländer. Im Jahre lSII wußten sie sichauch des Handels nach Japan zu bemächtigen. Die Bank in Amsterdam wur-de 16V9 errichtet. lS. Band 8. Abth. 15. § 9.) Eine holländisch-westindischeCompagnie entstand IS2I. !S. Band S. Abth. 19, §. 5.)

Zugleich mit den Niederländern waren auch die Engländer auf Handels-unternehmungen nach Ostindien bedacht. Zm Jahre 1582 segelte das ersteenglische Schiff um das Vorgebirge der guten Hoffnung. Eine zweite Reisenach Indien unternahm Thomas Cavendish 158b auf eigene Kosten, von wel-cher er nach 2 Jahren zurückkehrte. Durch die von ihm mitgebrachten Nach-richten, noch mehr aber durch die reichen Prisen, die in jener Zeit den von denportugieflsch-ostindischen Colonien zurückkehrenden Spaniern abgenommen wur-den, erhielt man sowohl über den Handelsverkehr in Indien als über dessenWichtigkeit noch deutlichere Begriffe. Demnach trat im Jahre 1599 eineGesellschaft von Kaufleuten zum indischen Handel zusammen. Diese erhieltden Sl. December 1bü9 einen ausschließlichen Freibrief zum Handel jenseitsdes Vorgebirges der guten Hoffnung bis zur Magcllansstraße. Für die erstenvier Fahre wurde ihnen die zollfreie Ausfuhr aller Waaren bewilligt. DieGesellschaft nannte sich: „Der Gouverneur und die Compagnie LondonerKaufleute," welche nach Ostindien Handel treiben lVergl. Band 3. Abth. 19.§. S. 5.) Am 15. Februar 1K9I segelte die erste aus 5 Schiffen bestehendeFlotille unter James Lancaster nach ihrer Bestimmung ab. Die Ausrüstungderselben. Schiff und Ladung zusammengenommen, betrug 70,100 Pfund.Hierzu hatte jedoch nur ein Theil der Gescllschasts-Mitglicder beigetragen, daViele noch der Meinung waren, das ganze Unternehmen möchte scheitern. Dadiese Wenigen aber alle Gefahr und Lasten übernahmen, so behielten sie sichauch den etwa erhaltende» Gewinn davon vor. Die Ausfuhrartikel bestanden