Geschichte des Handels.
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britannischcn und französischen Unterthanen soll es frei stehen, nach denHafen zu schiffen, die mit einem von beiden Theilen im Kriege begriffensind, und dieses flicht nur aus feindlichen Hafen in neutrale, sondernauch aus einem feindlichen Hafen wieder in einen solchen. Unter dieserFreiheit der Schiffe sind auch die darauf befindlichen Menschen begrif-fen, die keine Soldaten sind." Der 18. Artikel aber: „Diese Freiheiterstreckt sich auf alle auf dem Schiffe befindlichen Waaren, wenn diese auch demFeinde zugehören sollten: Contrebande ausgenommen." England hatte indiesem Frieden am meisten gewonnen, denn er legte den Grund zu seiner nach-hingen Handelsgröße. Zwischen Frankreich und Holland wurde ebenfalls einHandelsvertrag abgeschlossen, auch erhielt letzteres einige Entschädigung.Diese war jedoch bei weitem nicht hinreichend, nur die wahrend des Kriegesgehabten Verluste zu ersetzen. An Land und Leuten hatte die Republik zwarnichts eingebüßt, aber für deren Handel hatte der Krieg wichtige Folgen.Schon die früheren Kriege hatten große Opfer erfordert, dieser aber noch weitmehr. Ungeheure Summen mußten zur Bestreitung der nöthigen Kosten auf-geliehen werden. Geschah dieses auch im Lande selbst, wo Reichthümer inMasse aufgehäuft waren, so mußte man dennoch auf ihre Wiederbezahlungdenken, und bis zu dieser mußten die Capitale verzinst werden. Das hierzuerforderliche Capital ließ sich aber nicht anders als durch erhöhte und ver-mehrte Abgaben aufbringen, die dem Handelsstande am meisten auferlegtwurden, weil dieser der wohlhabendste war. Hierdurch wurden natürlich auchdie Waaren theurer, sowohl diejenigen, welche wieder nach dem Auslandeausgeführt, als die, welche im Lande verbraucht wurden. Wie bedeutenddiese Abgaben waren, geht daraus hervor, daß man gegen Ende des 17.Jahrhunderts in Amsterdam sagte: jedes Gericht Fische müsse bis zu seinemErscheinen auf dem Tische dem Staate sechs Mal bezahlt werden. Aus die-ser Vertheuerung der Waaren und selbst der nothwendigsten Bedürfnisse, aufwelche eben sowohl höhere Abgaben gelegt waren, mußte wieder eine Erhö-hung des Lohns der Arbeiter in den Fabriken wie in den Häfen und Magazi-nen hervorgehen. Da nun das zur Fabrikation der inländischen Products wiedas zum Schiffbau erforderliche Material ebenfalls im Werthe stieg, so muß-ten sich auch die Preise für die Fabrikate wie für die Schiffsfracht höher stel-len. Mehrere Fabrikate und Manufacte, welche Holland lieferte, wurdenaber bereits auch in andern Ländern verfertigt, und wenn sie auch nicht vonderselben Güte waren, so bekam man sie doch billiger. Es war daher nichtzu verwundern, daß Holland nicht mehr so viel inländische Producte nach an-dern Ländern versendete, wie früher. Die Schifffahrt Englands und der nor-dischen Staaten hatte ebenfalls an Ausdehnung gewonnen. Man bedurfte da-her in manchen Fällen gar keiner fremden Schiffe mehr. Wo man sich ihreraber noch ledienen mußte, nahm man sie da, wo sie am billigsten zu habenwaren. Mithin verlor Holland auch einen Theil des seither geführten Zwi-schenhandels. So begann denn seit dem Utrcchter Frieden das Sinken desholländischen Handels, wenn auch nicht gleich in dem Maße wie späterhin.Auf Java hatten die Holländer um 1680 Kaffeepflanzungen angelegt, wozusie den Samen aus Mocca erhielten. Gegen das Ende des siebzehnten Jahr-hunderts machte der Kaffee nicht nur schon einen Handelsartikel Hollands aus,sondern er wurde von ihnen auch zu Anfange des 18 . Jahrhunderts bereits auf