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Erster Band.
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Comtoir - Wissenschaft.

unsere auf dasselbe zu ziehenden Wechsel z Monat Dato zu stellen. Wir finddeßhalb so frei, bei Ihnen anzufragen, ob wir auf gedachte Bedingung nego-ciren können, ohne für die Zahlung unserer Tratten bis zum Betrage vonst. 12000 Crt. Gefahr befürchten zu dürfen? Unter Versicherung der streng-sten Verschwiegenheit bitten wir um schleunige Antwort und zeichnen mitAchtung

55) Antwort.

Wien, den... .

Herrn.... in Triest.

Auf Ihr Geehrtes vom . . . ., in welchem Sie Auskunft über das Haus.... verlangen, antworte ich der Wahrheit gemäß.

Genau bin ich mit den Verhältnissen desselben nicht bekannt und kannIhnen daher nur berichten, was ich von Andern darüber vernommen habe.

Allgemein wird es hier für sehr solid und fest stehend gehalten, undkenne ich hier vorsichtige Männer, die ihm ohne Bedenken Hundert Tausendeanvertrauen würden. Andere hingegen, welche besser unterrichtet sein wol-len. gehen in ihren Meinungen über dasselbe so weit, daß sie ohne Scheu äu-ßern, es dürfe sich kaum noch S Monat halten. So viel ist gewiß, daß esin spanischen Papieren bedeutende Spekulationen gemacht Hat. deren Gelingenoder Mißlingen von der endlichen Entscheidung des Zustandes der Halbinselabhängt.

Mit der Bitte, meinem unparteiischen Berichte Gerechtigkeit widerfah-ren zu lassen, zeichne ich achtungsvoll er.

Erinnerungs- und Mahnbriefe an Schuldner und Briefe vonSchuldnern.

56) Brief an einen Schuldner, um ihn an die Bezahlung eines ver-fallenen Waaren-Postens zu erinnern.

Gewohnt, unsere Ihnen überreichten Facturen immer spätestens binnen8 Tagen berichtigt zu sehen, können wir nur vermuthen, es sei Ihnen ent-weder aus dem Gedächtniß gekommen. daß der Betrag unserer letzten Factur,die mit 469 Lhlr, 20 Sgr. schon länger als einen Monat verfallen ist, vonIhnen noch nicht getilgt wurde, oder Ihre Rimesse sei verloren gegangen.

Sie wollen daher entschuldigen, daß wir so frei sind, diesen Posten inAnregung zu bringen. Wir werden uns stets glücklich schätzen, mit fernerenAufträgen von Ihnen beehrt zu sein, wozu wir Ihnen unsere willigsten Diensteanbieten, und mit aller Ehrerbietung zeichnen.

') Wenn maü über ei» Haus Auskunft fordert, so schreibt man dessenNamen oder Firma nicht in den Contert des Briefes, sondern unten an den-selben in die Ecke zur Linken, oder auf einen besondern Papierstreif, den mandort anflegelt. Solches geschieht deßhalb, damit der Empfänger des Briefes,nach dessen Lesung, den Namen abschneiden oder wegnehmen kann, wenn keinAnderer etwas davon erfahren soll.