154
Bon den Staatspapieren.
ren 1818 und 1819, 2, 700,000 Mark, zu svo bis 3000 Mark mit Zins-scheinen von 8 H, rückzahlbar durch Einkauf unter pari, sowie in denen derzweiten Hamburger Anleihe von 1822, 2,400,000 M, B. zu 6 A, rückzahlbardurch Verloosung von 3000, 2400, 1800, 1200 und 600 Mark nach 29Jahren. Von dieser letzteren Anleihe war ISZZ bereits ein Drittel wiederabgetragen.
§. 21 . Staatsschuldcnwesen deutscher Bundes st aalen.
Nur das der bedeutenderen soll hier in der Kürze in Erwähnung kom-men, da es zwecklos sein würde, auch des Schuldenwesens der kleineren zuerwähnen, indem dasselbe, hinsichtlich der Handelspapiere, kein Interesse hat.
Badens Staatsschuld, die 1827moch 18,981,060 sl. betrug, hat sichseitdem bedeutend vermindert. Im Jahre 1820 wurde bei Goll u. Söhne inFrankfurt a. M. und Haber 8en. in Carlsruhe eine Lotterie-Anleihe eröff-net von 8 Millionen Gulden in SO st. Loosen, binnen 23 Jahren rückzahlbar.Von den Loosen wird jährlich eine bestimmte Summe, zu Anfang Januars,März, Juni und September, verloost, und hierauf in einer Ende Novembersstattfindenden Hauptziehung unter die den Serien entsprechenden einzelnenLoose die Gewinne vertheilt. Seit Anfang 1826 wurden alle Cafse-Obliga-tionen gegen 4iprocentige Rentenscheine zu 1000, 800 und 100 st. umgewech-selt, und die Inhaber der Cassen-Obligationen, damals noch 3,648,800 st. imBetrage, hatten dabei den Vortritt vor dritten Anlegern. In der neuerenZeit wurden diese 4-öprocentigen Rentenscheine ebenfalls gekündigt und denInhabern derselben die baare Rückzahlung oder her Umtausch gegen 4KigeRentenscheine freigestellt, welchen letzteren die Meisten annahmen. Handels-papiere sind die zuerst gedachten SO st. Loose, die 4jprocentigen Amortisations-kafsen-Obligationen und die 4procentigen Rentenscheine, welche letztem mei-stens über psri stehen; sämmtliche Papiere werden regelmäßig auf der Börsezu Frankfurt a. M. notirt, von welchem Platze aus Hauptgeschäfte darin ge-macht werden.
Baierns Staatsschuld, die im Jahre 1 828 noch III Millionen betrug,beläuft sich gegenwärtig etwa noch aus 102 Millionen Gulden. Im Jahre1812 wurden, um die Wirksamkeit der Tilgungscommission zu erhöhen, zweiLotterie-Anleihen genehmigt, eine verzinsliche von 12 Millionen und eine un-verzinsliche von 6 Millionen Gulden, welche, da sie nicht den gewünschtenFortgang hatten, 1313 in Zwangs-Anleihen umgewandelt wurden. Die Rück-zahlung dieser Anleihen geschieht durch jährliche Verloosungen, unter Ausse-tzung stufenweiscr Prämien, so baß die Rückzahlungen der verzinslichen An-leihe zur Hälfte im September und zur Hälfte im November mit Zinsen biszum 2ten des Monats erfolgen. Durch Unterbrechung der Verloosungen von1814 bis 1816 wurde die Tilgung der.verzinslichen Anleihe, die planmäßig1831 erfolgen sollte, bis 1833 hinausgesetzt, die der unverzinslichen aber bis1836. Die verzinsliche hatte 24.000 Loose, jedes zu 500 st. il 4 fs, dabei2242 Preise für die Loosebesitzer und ebensoviel Prämien für die Emittentender Gewinnloose seit 1813. Die unverzinsliche hatte 24,000 Loose zu 100 st.,96,000 zu2S st. und 126,000 zu.10 st. Im Jahre 1819 wurde die Liqui-dations-Commission aufgehoben, die von derselben noch unvollendeten Geschäfteder Tilgungs-Commisflon übertragen und 1821 die Umwandlung der bisherauf Namen gestellten Obligationen, nach Wahl der Besitzer, auf den Inhaber