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Bon den Staatspapieren.
war. Zwei Tage nachher standen die Loose bereits auf 08^, acht Tage dar-auf sogar 101 K und stiegen so fort bis zu Ende Augusts; allein am S. Sep-tember, wo die erste Einzahlung erfolgen mußte, brach eine förmliche Ver-schwörung dagegen aus, kein Mensch wollte sie mehr haben und sie sanken baldzu 70 K und in der Krisis von 1826 noch tiefer herab. Man hatte nämlichaus dem indeß bekannt gewordenen Plane ersehen, daß er den ersten SO Jah-ren noch nicht einmal die Zinsen getilgt würden, vielweniger das Capital, wel-ches auf das Jahr 1875 verwiesen war, daß also dabei keine sichere und reellejährliche Zinsen zu beziehen wären, daß ferner die Hauptprämien in die er-sten und letzten Ziehungen verlegt waren, wozu noch das kam, daß die meistender eigentlichen Speeulanten nur auf den Tagespreis speculirt hatten, und deß-halb am ersten Einzahlungstage zu jedem Preise losschlugen, um nur ihreUnterschrift ehren zu können. Es lautet der Plan nämlich so: die ersten 10Ziehungen, seit dem 2. Januar l 827 jährlich eine, haben jede 2000 Nummern,aber der Staat zahlt nur 1000 baar und zu voll aus, die übrigen mit 10 fl.baar und Rückgabe der gezogenen Loose im Werthe von 52 fl. nach der erstenZiehung, nach jeder folgenden um L fl. höher, die dann weiter mitspielen. Vonden nächsten 20 Ziehungen, auf So Jahr vertheilt, haben 12 jede 1500 Num-mern, 2 jede 4000, 4 jede 5000, 2 jede 5500; in den letzten >0 Jahren trittbann wiederjahrlich eine Verloosung ein, und zwar 5 zu 4000 Nummern, 1zu 6000, 1 zu 8000, 2 zu 10.000 und die letzte zu 9000. In der ersten undletzten Ziehung sind die Hauptgewinne von 120,000 fl., sonst aber 2mal80,000, 2mal 70,000, Smal 00.000, I2mal 50.000, ISmal 40,000 u. s. f.Auf die Jahrs 1827 bis 1840 kommen 1S Verloosungen von 144.000 fl. biszu 250,000 fl. steigend, auf 1842 bis 1875 aber 27 von 105,000 bis1,853,500 fl. steigend. Da nun keine der in den ersten 27 Fahren erfolgen-den Verloosungen die einfachen Jahreszinsen der abzutragenden Capitalschuldbetragt, so kommt der Wenigerbetrag einer jeden, sowie das volle Jnterusu-rium aller folgenden Jahre, dem Staate ausschließlich zu gut, der damit Al-les, was er in den letzten 28 Jahren über den einfachen Betrag der Jahreszin-sen hinaus bezahlt, sehr leicht decken kann, so daß nach 50 Jahren, bloß durchdie Zinsenersparung der ersten Jahresreihe '(mithin durch sich selbst) die ganzeAnleihe getilgt wird. Da aber die Regierung, auf den Beschluß der Stande,vom3. März 1827, aus allen Kräften, soweit es ohne Nachtheil des Staatsgeschehen könne, derselben beizustehen, um den Preis der So fl. Loose zu he-ben, im Ganzen 71,067 Stück davon in zinstragende Papiere zu 4 und 8 Kumtauschte, wobei sie für ein 50 fl. Loos entweder 50 fl. in SAigen Papierenoder 42 fl. in 4ßigen gab, auch bisher bereits mehre Ziehungen erfolgt sind,so hat sich der Preis der Loo^e wieder gehoben, so daß sie ihr xsri oft überstei-gen und besonders für Anlage kleiner Capitalien sehr gesucht werden.
Hessische Hanbelspapiere sind die 4Kigen Obligationen, die meistens slxuri stehen, sowie die SO fl. Loose, welche seit einiger Zeit das ?iiii bedeu-tend überstiegen haben. In beiden werden die Hauptgeschäfte zu Frankfurtund durch Frankfurter Häuser gemacht.
In Kurhessen sollte 1884 eine Anleihe eröffnet werden, worüber je-doch das Nähere noch nicht nachgewiesen werden kann.
Nassau's Staatsschuld soll 5,000,000 fl. betragen. 1824 wurde eineAnleihe von 500,000 fl. zu 4 I bei Rothschild eröffnet, und eine zweite von