Band 
Dritter Band.
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Vereine zum überseeischen Handel.

theil der westindischen Colonien auf den ostindischen Zucker gelegte, den ge-wöhnlichen Zoll um 10 Procent übersteigende Abgabe; wiewohl dieses nicht dieeinzige Ursach des Stillstandes der guckerfabrikation in den Besitzungen derostindischen Compagnie ist, sondern mehr noch die in dem bisherigen Systembegründete Ausschließung der Geschicklichkeik und des Capitals der Europäer.Auch im Verkehr der Compagnie mit den Colonisten und Manufacturisten inihren Besitzungen findet keine freie Gegenseitigkeit statt, sondern in allen an-sehnlichen indischen Städten sind Handelsresidenten angestelli, welche die An-kaufe zwischen der Regierung und den Colonisten und Manufacturisten ver-mitteln; ihr Wink gilt als Befehl und Privatkaufleute können um so weni-ger mit ihnen rivaliflren, da die Diener der Compagnie oft ermächtigt sind,um jeden Preis zu kaufen. Seither wurde strenge daraus gesehen, britischeSchleichhändler von dem Binnenhandel auszuschließen, und die Compagnie be-diente sich gegen sie des ihr zustehenden Rechtes, sie nach England zurückzu-schicken. Welchen Verlusten sich die Compagnie oft aussetzte, möge folgendesBeispiel beweisen: Die Baumwolle war im Jahre 182 K in Calcutta wohl-feil; demungeachtet ließ die Compagnie ihren dringenden Bedarf für den chi-nesischen Handel so Meilen weiter einkaufen, und als die Waare in Calcuttaankam, war sie schon um 37 Procent theurer als dort. Bei dem Mangel anCapital und bei dem Einflüsse der Residenten waren die indischen Manufactu-risten seither in steter Knechtschaft; die ganze Industrie der Eingebornen standunter der Leitung der Machthaber und wurde meist und oft unregelmäßig durchVorschüsse aus den öffentlichen Lassen unterstützt, aber die Seele des Handels,Mitbewerbung, fehlte allenthalben. Gerade dasjenige Handelsprodurt, wel-ches unter der Pflege europäischer Betriebsamkeit von der Einmischung derRegierung der Compagnie am meisten befreit blieb, der Indigo, ist zu hoherEinträglichkeit und zu solcher Vervollkommnung gebracht, daß der südameri-kanische dadurch immer mehr von den Markten verdrängt wurde; der vormalsunbedeutende Ansfuhrbetrag desselben ist seit t78S auf 12 Mill, Pfund ge-stiegen. Weit weniger aber hat sich die Baumwollenausfuhr gehoben, sowiesie auch nicht in dem Grade an Vollkommenheit gewonnen hat, wie der In-digo, weil das geringe britische Capital, welches seither auf den Ackerbau ver-wendet wurde, mit größer«: Vortheile auf den Indigo als auf die Baumwollegewandt werden konnte, und weil der eingeborne Pflanzer nicht daran denkt,die groben Abarten durch feinere zu ersetzen und es auch an Maschinen zumReinigen und Packen der Waare fehlt. Nur durch die europäische Betriebsam-keit wirb der Baumwollenhandel noch befördert, da hauptsächlich einige in In-dien zerstreut lebende Europäer sich damit beschäftigen, die Baumwolle einzu-sammeln und sie aus dem Binnenlands nach den Seehafen zu transportjren,wo sie gereinigt wird; doch sind die Briten von diesem Verkehr im Allgemeinenausgeschlossen. Zu den 260,000,000 Pfunden roher Baumwolle, die in Eng-land jährlich verbraucht werden, hat Ostindien seither höchstens 18 , 000,000Pfund beigetragen, während Aegypten, wo der Baumwollenanbau erst seit 12Jahren betrieben wird, schon S,vv0,000 Pfund dazu liefert- In benutzt«»zehn Jahren brauchte die ostindische Compagnie zu ihrem Handel ungefähr isgroße Schiffe, von welchen nur wenige der Compagnie eigenthümlich gehörenund die meisten gedungene Frachtschiffe sind, wofür die Compagnie eine weithöhere Fracht bezahlte, als die Privatkaufleute. Die eigenen großen Schiffe